
DÜSSELDORF (dpa-AFX) -"Handelsblatt" zu Regierungsbildung:
"Es ist daher elementar, dass Merz zumindest das Sondervermögen, also die Mehrausgaben für die Verteidigung, noch vor der Konstituierung des neuen Bundestags auf den Weg bringt. Die Ampel ist nicht zuletzt am Geld gescheitert. Die nächste Regierung kann nicht mit leeren Kassen starten, wenn sie auch nur ansatzweise die Probleme lösen will, die sich international und national türmen. Merz will vor allem der AfD den "Nährboden" entziehen. Das geht nicht nur mit einer anderen Migrationspolitik, dafür muss er auch in Verteidigung, Infrastruktur, Wirtschaftswende investieren. Dafür braucht er Geld, vor allem aber muss er eine Koalition bilden und führen, die mehr zulässt als faule Kompromisse, wie sie in der Vergangenheit in GroKos oft gemacht worden sind. Und ein Bündnis mit der SPD kann nur funktionieren, wenn diese sich nach ihrem desaströsen Wahlergebnis nicht auch noch von Merz gedemütigt fühlt. Der künftige Kanzler muss also eine sozialdemokratische Handschrift zulassen"./yyzz/DP/ngu