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Der Autokonzern kämpft mit 70% Gewinneinbruch, reduzierter Dividende und schwachem US-Markt, während mögliche Importzölle zusätzliche Herausforderungen darstellen.
Der Automobilkonzern Stellantis durchlebt aktuell eine seiner schwersten finanziellen Krisen. Das Unternehmen, zu dem bekannte Marken wie Jeep, Dodge, Fiat, Chrysler und Peugeot gehören, verzeichnete einen dramatischen Gewinneinbruch von 70 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Die bereinigte operative Gewinnmarge sank von soliden 12,8 Prozent auf besorgniserregende 5,5 Prozent. Diese Entwicklung alarmierte die Investoren und führte zu einem Kursrückgang von 4,5 Prozent auf 12,88 Euro im Pariser Handel. Der Gesamtumsatz fiel um 17 Prozent auf 156,9 Milliarden Euro, während die Fahrzeugauslieferungen um 12 Prozent zurückgingen. Besonders das zweite Halbjahr erwies sich als herausfordernd, als der bereinigte Betriebsgewinn auf lediglich 185 Millionen Euro einbrach. Als Reaktion auf diese beunruhigenden Zahlen hat Stellantis seine Dividende drastisch von 1,55 Euro auf nur 0,68 Euro je Aktie reduziert. Die Hauptursache für die finanziellen Probleme liegt im amerikanischen Markt, traditionell ein Gewinnbringer für den Konzern. Überschüssige Lagerbestände bei den Händlern zwangen das Unternehmen, die Produktion zu drosseln und Rabatte zu erhöhen, um die Bestände zu reduzieren.
Vorsichtiger Ausblick und Zolldebatte
Für das laufende Jahr bleibt die Interimführung unter John Elkann vorsichtig und prognostiziert erneut eine mittlere einstellige Prozentzahl für die Marge - eine Prognose, die Analysten als "uninspirierend" beschreiben und unter ihrer durchschnittlichen Erwartung von 6,4 Prozent liegt. Trotz dieser Herausforderungen plant das Unternehmen, zehn neue Modelle einzuführen, um das Umsatzwachstum anzukurbeln und seine finanzielle Position zu verbessern. Eine zusätzliche Unsicherheit stellt die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump dar, Zölle auf Importe aus Mexiko und Kanada zu erheben. Diese könnten die Gewinne von Stellantis erheblich schmälern, da der Konzern 39 Prozent seiner nordamerikanischen Fahrzeuge in diesen Ländern produziert. Der Vorstandsvorsitzende Elkann argumentierte, dass Trumps Verwaltung Zölle vermeiden sollte, die überproportional Autohersteller treffen würden, die den Großteil ihrer Fahrzeuge in den USA bauen. Stattdessen plädierte er dafür, dass Produkte aus Mexiko und Kanada "zollfrei bleiben" sollten, während die "wirkliche Chance für die Verwaltung" darin bestehe, die Schlupflöcher zu schließen, die derzeit etwa vier Millionen Fahrzeuge ohne US-Inhaltsanforderungen ins Land lassen.
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