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DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Ifo: Inflationsdruck bleibt trotz schwacher Wirtschaft bestehen
Der Inflationsdruck in Deutschland bleibt einer Umfrage des Ifo-Instituts zufolge bestehen. Die Preiserwartungen der Unternehmen sind im Februar nahezu unverändert bei 19,4 Punkten geblieben, nach 19,5 im Januar. Unternehmen aus Industrie und Einzelhandel sehen demnach mehr Spielraum für steigende Preise. Die Dienstleister planen hingegen seltener, ihre Preise anzuheben. "Trotz der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung bleibt die Inflation in Deutschland vorerst über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.
EZB senkt Zinsen deutlicher als eingepreist
Analysten von ABN Amro erwarten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinsen deutlicher als gegenwärtig an den Märkten eingepreist senken wird. "Die Zoll-Politik der US-Administration dürfte aggressiver werden, als wir gegenwärtig unterstellen, und wir lagen schon am pessimistischen Ende des Meinungsspektrums", schreiben sie in einem Kommentar. Die Europäische Zentralbank (EZB) habe klargestellt, dass Zölle die Wachstumsaussichten in der Eurozone verschlechtern würden, schätze den Einfluss auf die Inflation jedoch als uneindeutig ein.
Selenskyj: Viele Details von US-Bodenschatzabkommen noch ungeklärt
Bei dem geplanten Abkommen über Bodenschätze zwischen der Ukraine und den USA müssen nach Aussage des ukraninischen Präsidenten Volodymyr Selenskyj noch viele Details geklärt werden, bevor Geld fließen kann. Der Deal sehe die Einrichtung eines Fonds vor, der beiden Ländern gemeinsam gehört und dessen Gewinne zu gleichen Teilen geteilt werden, sagte Selenskyj und sprach von einem "Rahmenabkommen" zwischen Kiew und Washington.
Bodenschätze in der Ukraine - Vorteile scheinen fern
SP Angel bezweifelt in einer Researchnote, dass die im US-ukrainischen Abkommen vorgesehene Förderung von Seltenen Erden in der Ukraine in absehbarer Zeit realisierbar ist, selbst wenn dort beträchtliche Vorkommen existieren sollten. "Wir haben uns am Kopf gekratzt und uns gefragt, wo all diese Seltenen Erden sind", schreiben die Analysten. Nur wenige Bergbauunternehmen haben die Region erkundet, und noch weniger haben etwas Wertvolles gefunden, berichtet SP Angel. Die Analysten geben an, dass Kontakte in den letzten Jahren dort nach Gold, Kupfer und Ilmenit gesucht, aber kaum Aussicht auf eine Finanzierung gesehen hätten.
Trump revidiert Kurs zu Venezuela und widerruft Öllizenz für Chevron
US-Präsident Trump will eine von seinem Vorgänger Joe Biden an den Energieriesen Chevron ausgereichte Lizenz zur Ölförderung in Venezuela widerrufen. Grund sei, dass der starke Mann in Venezuela, Nicolas Maduro, es versäumt habe, bei der Abschiebung von Migranten zu helfen, erklärte Trump. Mit dem Schritt kehrt sich die über Monate laufende Annäherung der US-Regierung an Maduro um. Er ist anscheinend auch ein Rückschlag für Chevron.
+++ Konjunkturdaten +++
Schweden Jan Handelsbilanz Überschuss 15,1 Mrd SEK
Schweden Jan Exporte 180,9 Mrd SEK
Schweden Jan Importe 165,8 Mrd SEK
Norwegen Jan Arbeitslosenquote bereinigt 3,9%
DJG/DJN/apo
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February 27, 2025 03:00 ET (08:00 GMT)
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