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Liebesbetrug im Internet verursacht nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch emotionales Leid. Meist agieren die Kriminellen professionell und aus dem Ausland. Anfang März starten die Schweizerische Kriminalprävention und die kantonalen und städtischen Polizeikorps die Kampagne "Romance Scam. Wahre Liebe kostet nicht", um Opfer zu schützen und um das Delikt für Kriminelle zu erschweren.
Beim Romance Scam verlieren die Opfer nicht nur Geld, sondern auch die Hoffnung auf die grosse Liebe. Es beginnt oft mit einer Online-Kontaktanfrage. Nach teils monatelangem Vertrauensaufbau folgen Geldforderungen. Die Täterschaft schafft zunächst emotionale Abhängigkeiten und nutzt dann die Hilfsbereitschaft aus. Viele Opfer wollen den Betrug lange nicht wahrhaben und halten an ihrer Hoffnung der grossen Liebe fest. Ist der Betrug offensichtlich, schämen sie sich und zeigen ihn nicht an. Im März startet eine Präventionskampagne, um das Bewusstsein zu stärken und das Thema zu enttabuisieren.
Die Täter - jung und professionell
Gemäss dem Institut zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität in Neuchâtel operieren die Betrügerinnen und Betrüger international, teilweise mit festen Arbeitszeiten und klaren Anweisungen. Künstliche Intelligenz wie ChatGPT hilft ihnen, glaubwürdig zu wirken und die Sprachbarriere zu überwinden. Mehrere Täter betreuen gleichzeitig verschiedene Opfer, was gelegentlich zu Widersprüchen führt. Der Betrug bringt den Tätern nicht nur Reichtum, sondern auch gesellschaftliche Anerkennung. Dadurch wird das Delikt auch für junge Menschen interessant. Hinter einer vermeintlichen Romanze kann ein Teenager stecken, der das grosse Geld wittert. Teilweise werden mit dem Betrugsgeld sogar Terrororganisationen finanziert.
"Wahre Liebe kostet nicht" - Kein Geld an Internetbekanntschaften
Um den Romance Scam für die Täterschaft unattraktiv zu machen, muss verhindert werden, dass Opfer Geld überweisen. Die Kampagne vermittelt die wichtige Regel: "Kein Geld an Internetbekanntschaften." Die Regel einzuhalten, kann eine Herausforderung sein, denn die Betrügerinnen und Betrüger manipulieren gezielt Emotionen wie Liebe, Mitgefühl und Loyalität. Aber es ist wichtig, sich an die Regel zu halten, denn wer kein Geld gibt, wird schneller in Ruhe gelassen. Die Beziehung bricht ab, bevor sie einen wichtigen Platz im Leben einnimmt, wodurch sich Leid reduzieren lässt.
Aufklärung für mehr Schutz
Die Kampagne soll zeigen, dass jede und jeder betroffen sein kann. Videos, Social-Media-Posts und die Website www.romance-scam.ch erläutern die Vorgehensweise der Täterschaft und die Auswirkungen auf Betroffene. Opfer sollten den Betrug unbedingt melden, um Strafverfolgung zu ermöglichen. Die Kampagne läuft von März bis Mai und richtet sich auch an Angehörige, die bei der Früherkennung eine wichtige Rolle spielen.
Kontaktpersonen:
Beatrice Kübli, Projektleiterin, Schweizerische Kriminalprävention (SKP):
E-Mail: bk@skppsc.ch, Tel. 031 511 00 09
Weitere Dokumente: https://www.skppsc.ch/medien
Original-Content von: Schweiz. Kriminalprävention / Prévention Suisse de la Criminalité, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.ch/de/pm/100011391/100929181
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