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Swiss Re, der zweitgrößte Rückversicherer weltweit, überzeugt mit soliden Quartalszahlen und einer robusten Prognose für 2025, trotz der verheerenden Waldbrände in Kalifornien. Der Schweizer Versicherungsriese rechnet mit einer Belastung von weniger als 700 Millionen US-Dollar durch diese Naturkatastrophe, wie Konzernchef Andreas Berger bei der Präsentation der Jahresbilanz mitteilte. Diese Summe liegt deutlich unter der Schätzung des Marktführers Munich Re, der mit 1,2 Milliarden Euro kalkuliert, und bewegt sich in einer ähnlichen Größenordnung wie die Prognose der Hannover Rück (500 bis 700 Millionen Euro). Bemerkenswert ist, dass Swiss Re dennoch für die Gesamtbranche von einem Schaden in Höhe von 40 Milliarden Dollar ausgeht - was am oberen Ende der von Munich Re genannten Spanne liegt. An der Börse fanden diese Neuigkeiten positiven Anklang: Die Swiss-Re-Aktie gewann im Handelsverlauf über 1,7 Prozent und etablierte sich als Spitzenreiter im Schweizer Leitindex SMI.
Gewinnwachstum und operative Stärke
Der Rückversicherer hält trotz der kalifornischen Waldbrände an seinem Ziel fest, den Jahresgewinn 2025 auf mehr als 4,4 Milliarden Dollar zu steigern. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen einen Nettogewinn von 3,2 Milliarden Dollar, was einer leichten Steigerung gegenüber den 3,1 Milliarden des Vorjahres entspricht. Die Aktionäre dürfen sich über eine erhöhte Dividende von 7,35 Dollar je Aktie freuen - ein Plus von acht Prozent. Besonders stark präsentierte sich das Segment Property & Casualty mit einer Combined Ratio von 80,9 Prozent im vierten Quartal, deutlich besser als erwartet. Auch die Kapitalanlagerendite entwickelte sich positiv und stieg von 3,2 auf 4,0 Prozent. Insgesamt wuchs der Versicherungsumsatz um vier Prozent auf 45,6 Milliarden Dollar. Bei der Vertragserneuerung zum Jahresbeginn konnte Swiss Re die Preise im Durchschnitt um 2,8 Prozent anheben und baute sein Geschäftsvolumen um sieben Prozent aus, obwohl das Unternehmen aufgrund von Inflation und aktualisierten Risikomodellen mit 4,2 Prozent höheren Schäden rechnet. Das vergangene Jahr war für Swiss Re allerdings auch von Umbrüchen gekennzeichnet: Der langjährige Konzernchef Christian Mumenthaler verließ überraschend das Unternehmen, weitere Führungskräfte folgten. Im Sommer übernahm dann der ehemalige Allianz-Manager Andreas Berger die Konzernleitung und passte prompt die Gewinnprognose nach unten an.
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