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Besonders zum Equal Care Day, dem Equal Pay Day und dem Internationalen Frauentag erinnert der SoVD daran, dass das gesellschaftliche Ziel der Gleichstellung der Geschlechter auch 2025 noch lange nicht erreicht ist.
Den Auftakt bildet am 1. März der Equal Care Day. "Genug der ungerechten Lastenverteilung - Sorgearbeit muss endlich gerecht geteilt werden", fordert Jutta König, Bundesfrauensprecherin des SoVD. Noch immer leisten Frauen in Deutschland täglich 1 Stunde und 19 Minuten mehr unbezahlte Sorgearbeit als Männer. Das entspricht einem zusätzlichen Vollzeitarbeitstag pro Woche. "Diese massive Sorgelücke verstärkt die Lohnlücke und treibt Frauen in finanzielle Abhängigkeit und Altersarmut", kritisiert König. Der SoVD fordert daher eine Entgeltersatzleistung für pflegende Angehörige, staatliche Zuschüsse für haushaltsnahe Dienstleistungen und eine zweiwöchige bezahlte Vaterschaftsfreistellung rund um die Geburt. Die SoVD-Bundesfrauensprecherin gibt sich kämpferisch: "Es ist höchste Zeit, dass Politik und Gesellschaft Verantwortung übernehmen und auch Care-Arbeit als das anerkennen, was sie ist: systemrelevant."
Am 7. März folgt der Equal Pay Day. "16 Prozent weniger Lohn sind 16 Prozent zu viel", stellt die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier klar. Der Tag erinnert daran, dass Frauen in Deutschland rechnerisch 66 Tage umsonst arbeiten. "Wir haben Fortschritte erzielt, aber das reicht nicht. Trotz gesetzlicher Regelungen bleibt die Lohnlücke bestehen. Selbst unter vergleichbaren Bedingungen erhalten Frauen immer noch sechs Prozent weniger Gehalt als Männer. Frauen verdienen endlich gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit", so die Vorstandsvorsitzende. Mit den Forderungen zur Bekämpfung des Gender Pay Gap wird sich am 7. März auch eine Sondersendung des Polit-Talkformates SoVD.TV beschäftigen.
Der 8. März ist der Internationale Frauentag. "Die Gleichstellung der Geschlechter ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht - und doch sind wir weit davon entfernt. Frauen verdienen immer noch weniger als Männer, übernehmen den Großteil der Sorgearbeit und sind in Führungspositionen unterrepräsentiert. Es kann nicht sein, dass Frauen am Ende ihres Erwerbslebens in Altersarmut landen", so Jutta König. Ob Gewalt gegen Frauen, ungleiche Karrierechancen oder unbezahlte Hausarbeit - die Liste der Missstände ist lang. "Wir brauchen endlich gleiche Löhne, bessere Renten und eine faire Aufteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit. Die Politik muss endlich aktiv werden, Lippenbekenntnisse reichen nicht mehr", warnt Jutta König. Der SoVD fordert entschlossene Maßnahmen, um Geschlechtergerechtigkeit in allen Lebensbereichen zu erreichen, denn Frauenrechte sind Menschenrechte.
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