
Die BayWa AG, Deutschlands größter Agrarhändler, ernennt neue Führungskräfte inmitten anhaltender finanzieller Schwierigkeiten. Ab März 2025 wird Dr. Frank Hiller die Position des Chief Executive Officers (CEO) übernehmen und damit Marcus Pillinger nachfolgen, der das Unternehmen Ende Oktober 2024 verlassen hatte. Gleichzeitig wird Prof. Dr. Matthias J. Rapp als neuer Chief Financial Officer (CFO) bestellt und löst Andreas Helber ab, der noch bis März 2025 im Amt bleibt, um den Jahresabschluss 2024 abzuschließen. Beide Manager wurden für eine Amtszeit von drei Jahren ernannt und stehen vor der Herausforderung, das angeschlagene Unternehmen zurück in die Erfolgsspur zu führen. Der Konzern hatte sich zuletzt mit einer kreditfinanzierten Expansionsstrategie im Ausland übernommen und geriet dadurch in Zahlungsschwierigkeiten. In den ersten neun Monaten 2024 verzeichnete BayWa einen besorgniserregenden Nettoverlust von fast 641 Millionen Euro.
Millionenklage erschwert Sanierungsbemühungen
Zu den bereits vorhandenen Problemen gesellt sich nun ein weiterer Rückschlag: Das Unternehmen sieht sich einer massiven Schadensersatzklage gegenüber. Gemeinsam mit anderen Pflanzenschutzmittel-Großhändlern wird BayWa von 3.200 Landwirten verklagt, die insgesamt 217 Millionen Euro fordern. Hintergrund ist ein vom Bundeskartellamt festgestelltes Preisabsprachekartell im Zeitraum von 1998 bis 2015, für das bereits Bußgelder in Höhe von 157 Millionen Euro verhängt wurden. Diese zusätzliche finanzielle Belastung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da BayWa derzeit einen Sanierungsplan umsetzt, der bis Ende 2028 abgeschlossen sein soll. Der Plan sieht unter anderem vor, etwa 1.300 der 8.000 Vollzeitstellen der Muttergesellschaft zu streichen - das entspricht rund 16 Prozent der Arbeitsplätze des Konzerns in Deutschland. Zudem sollen große Unternehmensbeteiligungen, die im vergangenen Jahrzehnt erworben wurden, wieder veräußert werden. Die BayWa-Aktie reagierte verhalten auf die jüngsten Entwicklungen und notierte zuletzt leicht im Plus bei 8,77 Euro.
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