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Die Aktie der Deutschen Post verzeichnete am Donnerstag erhebliche Einbußen im XETRA-Handel. Der Kurs fiel um 2,0 Prozent auf 37,21 Euro, nachdem er im Tagesverlauf sogar bis auf 37,00 Euro abgerutscht war. Diese negative Entwicklung positioniert die Aktie etwa 16,4 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 43,32 Euro, das Ende Februar 2024 erreicht wurde. Die Kursverluste stehen in direktem Zusammenhang mit den anhaltenden Arbeitsniederlegungen bei der Post. Verdi setzt die Warnstreiks am Freitag und Samstag bundesweit fort, wobei Beschäftigte in der Brief-, Paket- und Verbundzustellung sowie in Service-Niederlassungen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen sind. Bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hatte die Gewerkschaft die Mitarbeiter in den Paketzentren zum Streik aufgefordert, während am Donnerstag Zustellungspersonal und Service-Mitarbeiter die Arbeit niederlegten. Die Auswirkungen sind spürbar: Etwa fünf Prozent der täglichen Post- und Paketzustellungen verzögerten sich am Donnerstag, während am Mittwoch sogar jedes vierte Paket nicht zugestellt werden konnte.
Tarifverhandlungen im Fokus der Anleger
Der Arbeitskonflikt spitzt sich weiter zu, da Verdi eine Lohnerhöhung von sieben Prozent in einem zwölf Monate laufenden Tarifvertrag für die rund 170.000 Beschäftigten fordert. Die Deutsche Post bietet hingegen eine gestaffelte Erhöhung von zunächst 1,8 Prozent und später weiteren 2,0 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 27 Monaten an. Zusätzlich fordert die Gewerkschaft drei zusätzliche Urlaubstage aufgrund gestiegener Arbeitsbelastung - für Verdi-Mitglieder sogar vier. Die Post offeriert lediglich einen zusätzlichen Urlaubstag für Beschäftigte mit weniger als 30 Urlaubstagen im Jahr. Trotz der operativen Herausforderungen bleiben Analysten vorsichtig optimistisch bezüglich der Unternehmensaussichten und setzen ein durchschnittliches Kursziel von 40,50 Euro. Die vierte Verhandlungsrunde ist für Montag angesetzt und könnte richtungsweisend für die weitere Kursentwicklung sein. Andrea Kocsis, stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin, betonte: "Mit den ausgeweiteten Warnstreiks zeigen die Kolleginnen und Kollegen, dass sie deutlich mehr von ihrem Arbeitgeber erwarten." Für das Geschäftsjahr 2024 prognostizieren Finanzexperten einen Gewinn von 2,81 Euro je Aktie.
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