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MÄRKTE EUROPA/Aufwärts - Bundestagsbeschluss zunächst eingepreist

Finanznachrichten News

DJ MÄRKTE EUROPA/Aufwärts - Bundestagsbeschluss zunächst eingepreist

Von Herbert Rude

DOW JONES--Der Aufschwung an den europäischen Aktienmärkten hat sich auch am Dienstag fortgesetzt. Der DAX gewann 1 Prozent auf 23.381 Punkte. Am späten Vormittag hatte er mit 23.476 Punkten einen neuen Rekordstand markiert. Gestützt wurde die Stimmung weiterhin von den Kreditpaketen zur Finanzierung der Infrastruktur und der Aufrüstung. Die Zustimmung des Bundestags konnte dem DAX dann allerdings keinen zusätzlichen Impuls mehr geben: Sie galt als eingepreist und löste in einigen der jüngsten Favoriten sogar Gewinnmitnahmen aus. Auch die Renditen am Anleihenmarkt kamen trotz der höheren Verschuldung sogar etwas zurück. Der MDAX profitierte noch stärker als der DAX, und der SDAX legte sogar 3 Prozent zu.

Der Euro-Stoxx-50 konnte da mit einem Plus von 0,7 Prozent nicht mithalten: "Auch wenn ganz Europa von einem Konjukturschub in Deutschland profitiert: Das meiste wird den kleineren von der Inlandskonjunktur abhängigen Unternehmen zukommen", so ein Marktteilnehmer.

Über den Tag hinaus sollten die Pakete auch laut Analysten eine Stütze für die Börsen bleiben: Die Strategen der Societe Generale sagten, die Aufhebung der deutschen Schuldenbremse sei "ein so wichtiger Moment in der europäischen Geschichte", dass der Euro sein Tief zum Dollar aus 2022 wohl für eine Dekade nicht mehr wiedersehen werde. Auch bei Goldman Sachs unterstrichen die Strategen die neuen, gegensätzlichen Entwicklungen: Europa habe nun mehr Wachstumschancen, während es in den USA immer mehr Wachstumsrisiken gebe.

Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind bereits stark angesprungen. Und das, obwohl die aktuelle Lage in der Umfrage noch einmal schlechter beurteilt worden ist. Als größten Risikofaktor bezeichneten Marktteilnehmer nun eine Wiederaufnahme der Talfahrt an der US-Technologiebörse Nasdaq. Sollten die Kurse dort stärker fallen, könnte das auch auf die Kurse in Europa drücken, hieß es am Markt.

Am Mittwoch steht die nächste Sitzung der US-Notenbank an, am Freitag der Große Verfalltag an den internationalen Terminbörsen. "Die Chance ist gut, dass es bis zum Terminbörsen-Verfall weiter nach oben geht", so ein weiterer Marktteilnehmer. "Der Verfall wirkt erfahrungsgemäß trendverlängernd", sagte er.

Das angekündigte Trump-Putin-Telefonat zu einer eventuellen Waffenruhe in der Ukraine stand ebenfalls im Blick. Hier warteten die Marktteilnehmer aber im Handelsverlauf noch auf Ergebnisse: "Auch von einem Wiederaufbau der Ukraine könnten Titel aus dem Bereich Infrastruktur profitieren", so ein Händler.

Gold immer teurer

Weiterhin auf Rekordkurs lag auch der Goldpreis, der zur Schlussglocke an den Börsen auf den neuen Höchstkurs von gut 3.036 Dollar je Feinunze stieg. Marktstratege Ruben Ferrara von Flowcommunity verwies auf die schwache US-Wirtschaft, abzulesen an den Einzelhandelsumsätzen vom Montagmittag. "Der Trump-Protektionismus legt sich wie ein Schatten über die US-Wirtschaft", sagte er. Weiter antreiben könnten den Goldpreise taubenhafte Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell nach der Sitzung am Mittwoch, limitieren könnten den Anstieg erfolgreiche Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg.

Auf der Gewinnerseite im DAX zogen Rheinmetall, Bayer und Deutsche Bank alle zwischen gut 4 Prozent und knapp 6 Prozent an. Dagegen beendeten Heidelberg Materials ihre Hausse und kamen mit Gewinnmitnahmen um 1,8 Prozent zurück. SAP konnten sich nur behaupten.

Deutz als Nachzügler gesucht

Bei den Einzelwerten der zweiten und dritten Reihe legten Aktien aus dem Rüstungssektor wie Hensoldt (plus 5,7%) oder Infrastrukturgewinner wie Bilfinger (+2,83%) wieder überdurchschnittlich zu. Aber auch hier gabe es bereits Gewinnmitnahmen: So fielen Alzchem nach dem jüngsten Hausse-Schub nun um 6,3 Prozent zurück.

Besonders gefragt waren dagegen Nachzügler der Infrastruktur- und Rüstungs-Hausse, so Deutz, die mehr als 21 Prozent zulegten. "Der Markt setzt darauf, dass Deutz Dieselmotoren für LKW für die Bundeswehr liefert", so ein Marktteilnehmer. Derzeit werde überall gesucht, ob es irgendetwas in Richtung Rüstung gebe. Im MDAX zogen Thyssenkrupp um weitere 12,7 Prozent an.

Unternehmensergebnisse gab es relativ wenige: Beim Flughafenbetreiber Fraport wurden die Jahreszahlen als im erwarteten Rahmen liegend bezeichnet, die Aktien stiegen um 2,1 Prozent. Eine Dividendenausschüttung soll es für 2024 nicht geben, steigende Kosten machen sich in einem gedämpften Ausblick bemerkbar. Der Gewinn soll dieses Jahr nur leicht wachsen.

Springer Nature hat die Erwartungen erfüllt, aber einen konservativen Ausblick geliefert. Hier ging es um 5,6 Prozent nach unten.

=== 
Index          Schluss Entwicklung absolut Entwicklung in % Seit Jahresbeginn* 
ESTX 50 PR.EUR     5.485,01        +39,46       +0,7%       +11,2% 
Stoxx-50        4.704,91        +22,61       +0,5%        +8,7% 
Stoxx-600        554,30        +3,36       +0,6%        +8,5% 
XETRA-DAX       23.380,70       +226,13       +1,0%       +16,3% 
CAC-40 Paris      8.114,57        +40,59       +0,5%        +9,4% 
AEX Amsterdam      913,97        +0,02       +0,0%        +4,0% 
ATHEX-20 Athen     4.221,48        +19,44       +0,5%       +17,7% 
BEL-20 Brüssel     4.500,10        +22,15       +0,5%        +5,0% 
BUX Budapest     89.701,64       +436,05       +0,5%       +12,5% 
OMXH-25 Helsinki    4.834,81        +21,22       +0,4%       +11,5% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.974,59        +13,05       +0,7%        -6,7% 
PSI 20 Lissabon    6.925,86        +73,60       +1,1%        +7,4% 
IBEX-35 Madrid    13.354,70       +207,50       +1,6%       +13,4% 
FTSE-MIB Mailand   39.533,71       +511,31       +1,3%       +13,1% 
OBX Oslo        1.460,13        +6,89       +0,5%        +9,3% 
PX Prag        2.087,93        +5,41       +0,3%       +18,3% 
OMXS-30 Stockholm   2.685,50        +0,31       +0,0%        +8,1% 
WIG-20 Warschau    2.799,02        +21,41       +0,8%       +26,7% 
ATX Wien        4.350,76        +43,11       +1,0%       +17,6% 
SMI Zürich      13.062,11        +3,99       +0,0%       +12,6% 
 
DEVISEN     zuletzt    +/- % Schluss Vortag Fr, 18:49  % YTD 
EUR/USD      1,0948    +0,2%     1,0922   1,0882  +5,5% 
EUR/JPY     163,4960    +0,2%    163,1035  161,5535  +0,1% 
EUR/CHF      0,9594    -0,3%     0,9623   0,9630  +2,9% 
EUR/GBP      0,8418    +0,1%     0,8409   0,8418  +1,7% 
USD/JPY     149,3310    -0,0%    149,3325  148,4595  -5,1% 
GBP/USD      1,3005    +0,1%     1,2988   1,2927  +3,7% 
USD/CNY      7,1668    -0,0%     7,1672   7,1727  -0,6% 
USD/CNH      7,2266    -0,0%     7,2290   7,2393  -1,4% 
AUS/USD      0,6362    -0,4%     0,6386   0,6321  +3,2% 
Bitcoin USD  81.663,30    -2,9%    84.082,10 84.262,60  -9,9% 
 
ROHÖL      zuletzt VT-Settlem.      +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex     66,82    67,58      -1,1%   -0,76  +0,7% 
Brent/ICE     70,49    70,93      -0,6%   -0,44  -5,1% 
 
METALLE     zuletzt    Vortag      +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)   3.032,13   3.000,27      +1,1%   31,86 +14,3% 
Silber (Spot)   31,14    30,98      +0,5%    0,16 +10,9% 
Platin (Spot)   917,95    917,17      +0,1%    0,78  +4,8% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

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March 18, 2025 13:28 ET (17:28 GMT)

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