
DJ MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte
Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
AKTIENMÄRKTE (13:04 Uhr)
Euro-Stoxx-50 5.425,94 +0,0% +10,8% Stoxx-50 4.677,37 -0,2% +8,7% DAX 22.942,62 +0,2% +15,0% CAC 8.043,30 +0,0% +9,0% Nikkei-225 37.608,49 -0,2% -5,6% Hang-Seng-Index 23.905,56 +0,9% +18,1%
ROHSTOFFMÄRKTE
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 68,76 68,28 +0,7% 0,48 +0,3% Brent/ICE 72,66 72,11 +0,8% 0,55 -3,6% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 3.025,56 3.025,79 -0,0% -0,23 +15,2% Silber (Spot) 30,53 30,55 -0,1% -0,02 +9,4% Platin (Spot) 903,61 912,37 -1,0% -8,76 +3,8%
Die Ölpreise erholen sich von zwischenzeitlichen leichten Abgaben und legen leicht zu. Damit setzt sich die positive Entwicklung vom Freitag fort. Die geopolitische Eskalation im Nahen Osten und weitere Iran-Sanktionen stützen das Sentiment weiterhin, heißt es.
AUSBLICK AKTIEN USA
Fester - Grund sind Hoffnungen, dass eine weitere Eskalation im Handelsstreit vermieden werden kann. Ein Treffen zwischen dem republikanischen US-Abgeordneten Steve Daines und dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Quiang schürt die Hoffnung, dass eine Eskalation ausbleibt. Die Gespräche haben außerdem den Weg für ein persönliches Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping geebnet. Es wird bislang erwartet, dass die Trump-Regierung die Zölle auf chinesische Waren am 2. April weiter erhöht. Dazu kommt ein Bloomberg-Bericht, wonach US-Präsident Donald Trump am 2. April Zölle bekannt geben könnte, die gezielter sind als zuvor angedroht. Trump hatte in den vorangegangenen Wochen gesagt, dass er umfassende Zölle sowohl gegen Freunde als auch Feinde verhängen würde, als Reaktion auf Handelsungleichgewichte. Trumps Ankündigung könnte jedoch einige Nationen oder Blöcke ausschließen, so der Bericht von Bloomberg, der sich auf Berater und Verbündete des Präsidenten beruft. Für Bewegung könnten auch die anstehenden US-Konjunkturdaten sorgen.
AUSBLICK UNTERNEHMEN
Im Laufe des Tages:
- DE/Ströer SE & Co KGaA, ausführliches Jahresergebnis und Geschäftsbericht
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Unternehmen Dividende Eisen und Hüttenwerke AG 0,50 EUR Eni Spa 0,25 EUR
INDEXÄNDERUNG
Folgende Indexänderungen in der DAX-Familie werden zum Handelsbeginn wirksam:
+ MDAX AUFNAHME - DWS - Flatexdegiro - Renk HERAUSNAHME - Hypoport - Schott Pharma - Siltronic + SDAX AUFNAHME - Hypoprt - Schott Pharma - Secunet Security Networks - Siltronic HERAUSNAHME - About You - DWS - Flatexdegiro - Renk
AUSBLICK KONJUNKTUR +
- US 13:30 Chicago Fed National Activity Index (CFNAI) Februar 14:45 Einkaufsmanagerindex/PMI Service (1. Veröffentlichung) März PROGNOSE: 51,5 zuvor: 51,0 Einkaufsmanagerindex/PMI verarbeitendes Gewerbe (1. Veröffentlichung) März PROGNOSE: 51,5 zuvor: 52,7
FINANZMÄRKTE EUROPA
Etwas fester - Die Veröffentlichung der europäischen Einkaufsmanagerindizes für März setzt keine nachhaltigen Akzente. Diese signalisieren allenfalls leichte Erholungssignale. "Beide PMIs krabbeln aber so dicht am Kontraktionsgebiet herum, dass schon leichte Erschütterungen für einen Rückschlag sorgen können", so ein Händler. Positiv ist die Verbesserung des Industrie-PMIs. Am Gesamtmarkt schürt ein Treffen zwischen dem republikanischen US-Abgeordneten Steve Daines mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Quiang die Hoffnung, dass eine Eskalation im Handelsstreit vermieden werden kann. Erwartet wurde bisher, dass die Trump-Regierung die Zölle auf chinesische Waren am 2. April weiter erhöht. Bayer (-6,3%) ist von einem Geschworenengericht im US-Bundesstaat Georgia zur Zahlung von rund 2,1 Milliarden Dollar an einen Kläger verurteilt worden, der behauptet, das glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel Roundup der Tochtergesellschaft Monsanto habe Krebs verursacht. "Der Markt hat sich darauf eingestellt, dass das Thema Glyphosat langsam ausklingt", so ein Händler, daher sei dies nun eine unangenehme Überraschung. RWE gewinnen 1,9 Prozent. Der aktivistische Investor Elliott hält über Fonds knapp 5 Prozent an RWE und hat den Energiekonzern aufgefordert, sein Aktienrückkaufprogramm aufzustocken. Leicht positiv kommt die neue Jahresprognose von Indus Holding an. Der Umsatz soll im aktuellen Jahr auf 1,75 bis 1,85 Milliarden Euro steigen und bis 2030 rund 3 Milliarden Euro erreichen. "Das entspricht rund 11 Prozent Wachstum über die nächsten fünf Jahre und ist gut", sagt ein Händler. Indus notieren 0,5 Prozent höher. Trotz Zahlen im Rahmen der Erwartungen geben Patrizia um 1,3 Prozent nach.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % Schluss Vortag Fr, 17:18 % YTD EUR/USD 1,0830 +0,1% 1,0820 1,0816 +4,5% EUR/JPY 162,1510 +0,2% 161,8360 161,2180 -0,7% EUR/CHF 0,9545 -0,1% 0,9557 0,9553 +2,2% EUR/GBP 0,8366 -0,1% 0,8378 0,8382 +1,3% USD/JPY 149,7210 +0,1% 149,5640 149,0615 -5,0% GBP/USD 1,2945 +0,2% 1,2915 1,2904 +3,1% USD/CNY 7,1792 -0,0% 7,1816 7,1815 -0,4% USD/CNH 7,2613 +0,1% 7,2524 7,2579 -1,0% AUS/USD 0,6293 +0,2% 0,6279 0,6268 +1,5% Bitcoin USD 87.464,85 +2,4% 85.401,15 83.614,50 -9,8%
Der Dollar gibt seine Gewinne vom Freitag wieder ab. Der Dollar-Index reduziert sich um 0,1 Prozent. Mit der Hoffnung auf eine Deeskalation im Zollstreit reduzierte sich die Nachfrage für den "sicheren Hafen" Dollar, so ein Teilnehmer.
FINANZMÄRKTE OSTASIEN
Seitwärts - Auf der einen Seite stützte die positive Tendenz der US-Futures die Kurse, auf der anderen Seite lasteten die US-Strafzölle, die Präsident Donald Trump für den 2. April angekündigt hat auf der Stimmung. Dieses Datum ist inzwischen jedoch mit einem Fragezeichen versehen, wie ein Vertreter des Weißen Hauses sagte. Auch sollen die Zölle nun doch nicht so umfangreich ausfallen wie zunächst angekündigt, sondern nur ausgewählte Branchen betreffen wie Automobilbau, Pharma und Halbleiter. Wichtige Handelspartner der USA, zu denen auch Länder der Region wie Australien, China, Japan und Südkorea gehören, sollen aber unverändert mit sogenannten reziproken Zöllen belegt werden. Im Fahrwasser von Micron verloren in Seoul Samsung Electronics und SK Hynix je 1,9 Prozent. Die Aktie des US-Chipherstellers Micron war am Freitag um 8 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen hatte zwar insgesamt gute Zahlen vorgelegt, doch kam die Margenprognose nicht gut an, wie es hieß. In Tokio verloren Advantest und Tokyo Electron je rund 1 Prozent.
CREDIT
Nach der kräftigen Ausweitung der vergangenen Woche kommen die Risikoprämien gegen den Ausfall europäischer Anleihen zum Wochenauftakt wieder zurück. Der Markt setzt nun darauf, dass die angedrohten US-Zölle nicht in der Breite eingeführt werden, wie das bisher zu befürchten war. "Die Hoffnung der Anleger ist, dass diese dann gezielter gegen einzelne Branchen gerichtet sind, was den Schaden in der gesamten Wertschöpfungskette des Welthandels geringer ausfallen lassen könnte", so ein Marktteilnehmer. Hinzu kommt eine moderate Verbesserung bei den Einkaufsmanagerindizes. Der Index für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland hat sich im März deutlicher erholt als erwartet - wenngleich er weiter im Schrumpfungsbereich liegt.
UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR
BAYER
hat im Streit mit US-Großkanzleien um die angeblich krebserregende Wirkung seines Herbizids Roundup einen weiteren Rückschlag erlitten. Die Jury eines Gerichts im US-Bundesstaat Georgia verurteilte den Leverkusener Agrar- und Pharmakonzern laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag zur Zahlung von rund 2,1 Milliarden Dollar an einen Kläger, der behauptet, dass der von ihm benutzte Unkrautvernichter Roundup seinen Krebs verursacht habe. Reuters beruft sich auf Angaben der beiden Klägerkanzleien Arnold & Itkin sowie Kline & Specter. Die Entschädigung gehört zu den bisher höchsten, die gegen den Konzern verhängt worden sind.
DEUTSCHE BANK
stärkt ihr Kernkapital mit einer Emission sogenannter AT1-Kapitalinstrumente. Wie die Bank mitteilte, soll die Emission mit einem ersten Kündigungstermin am 30. Oktober 2030 Benchmark-Volumen haben. Die Wertpapiere (Additional Tier 1) werden als Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals anerkannt. Die Stückelung der Wertpapiere soll 200.000 Euro betragen. Die Deutsche Bank AG wird alleinige Konsortialführerin bei der Platzierung sein.
RWE
zeigt sich nach Forderungen von Elliott Investment Management zu einer Ausweitung seiner Aktienrückkäufe grundsätzlich gesprächsbereit, vertröstet den aktivistischen Investor aber auf das nächste Jahr. "Weitere Aktienrückkäufe sind Teil unserer zukünftigen Überlegungen zur Kapitalallokation", heißt es in einer Stellungname des Energieversorgers aus Essen. Für 2025 seien alle Investitionen vollständig verplant, ab 2026 gebe es aber mehr Flexibilität.
DEUTSCHE BAHN
könnte einem Medienbericht zufolge auch 2025 wieder einen Milliardenverlust einfahren. Das berichtet der Tagesspiegel Background Verkehr & Smart Mobility mit Verweis auf "vertrauliche Planzahlen des Staatskonzerns", in die die Zeitung nach eigenen Angaben Einblick hatte.
INDUS HOLDING
will mit Hilfe internationaler Expansion sowie Zukäufen und Technologie sowohl Umsatz als auch Ergebnis in den nächsten fünf Jahren deutlich erhöhen. 2030 peilt die Beteiligungsgesellschaft einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITA von mehr als 330 Millionen Euro an, wie sie bei Vorlage der kompletten Bilanz für 2024 mitteilte. Verglichen mit den Zahlen für das Vorjahr wären das zusätzliche Einnahmen von rund 1,3 Milliarden Euro.
PATRIZIA
ist im vergangenen Jahr dank Kostensenkungsmaßnahmen unter dem Strich in die Gewinnzone zurückgekehrt und will für das abgelaufene Jahr die Dividende um 1 Cent erhöhen. Für das laufende Jahr setzt sich das SDAX-Unternehmen eine Zielspanne für den operativen Gewinn, die auch einen kleinen Rückgang nicht ausschließt. Die Assets under Management sollen wieder steigen, Patrizia hofft, von den Investitionen in Immobilien und Infrastruktur zu profitieren.
LVMH
hat die Gründer des High-End-Labels Proenza Schouler als neue Kreativdirektoren für seine Marke Loewe verpflichtet. Jack McCollough und Lazaro Hernandez werden die kreative Verantwortung für alle Loewe-Kollektionen in den Bereichen Damenmode, Herrenmode, Lederwaren und Accessoires übernehmen, teilte die Marke mit. Sie wurden mit Wirkung zum 7. April ernannt.
NOVO NORDISK
nimmt bis zu 2 Milliarden US-Dollar in die Hand, um sich die Rechte an einem noch in der klinischen Entwicklung befindlichen Medikament zur Gewichtsreduktion und gegen Fettleibigkeit (Adipositas) zu sichern. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichnete das auf diesem Gebiet führende dänische Pharmaunternehmen mit The United Bio-Technology (Hengqin) Co. aus China.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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March 24, 2025 08:07 ET (12:07 GMT)
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