
Der Wohnungskonzern plant trotz Immobilienabschreibungen eine Ausschüttungssteigerung um 36 Prozent und prognostiziert positives Wachstum für das laufende Jahr.
Der Wohnimmobilienkonzern Vonovia schließt das Geschäftsjahr 2024 mit einem bilanziellen Verlust von 960 Millionen Euro ab, der hauptsächlich auf Immobilienabschreibungen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro zurückzuführen ist. Trotz dieser Entwicklung notiert die Aktie bei 24,27 Euro und hat damit ihr 52-Wochen-Tief erreicht. In den vergangenen 30 Tagen verzeichnete das Papier einen deutlichen Rückgang von 17,53 Prozent.
Ungeachtet der Verluste plant der Vorstand eine Erhöhung der Dividende um 36 Prozent auf insgesamt etwa eine Milliarde Euro, was 1,22 Euro je Aktie entspricht. Das bereinigte EBITDA konnte im Geschäftsjahr 2024 um 1,6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro gesteigert werden. Die durchschnittliche Monatsmiete erhöhte sich um 3,5 Prozent auf 8,01 Euro pro Quadratmeter.
Wachstumskurs trotz Marktherausforderungen
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Für das laufende Geschäftsjahr 2025 erwartet Vonovia ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,7 und 2,8 Milliarden Euro sowie einen bereinigten Vorsteuergewinn von 1,75 bis 1,85 Milliarden Euro. Diese Prognosen stehen im Kontext eines herausfordernden Marktumfelds mit steigenden Zinsen und hohen Baukosten, die die Immobilienbranche in den vergangenen Jahren belastet haben.
Trotz dieser Schwierigkeiten plant das Unternehmen einen strategischen Wachstumskurs mit erheblichen Investitionen in Neubauten und Sanierungen. Ziel ist es, die Ertragskraft bis 2028 deutlich zu steigern und den bereinigten EBITDA auf bis zu 3,5 Milliarden Euro zu erhöhen - ein angestrebtes Wachstum von 30 Prozent gegenüber dem aktuellen Wert.
Analyst:innen sehen Aufwärtspotenzial
Der kontinuierliche Kursrückgang der letzten Wochen spiegelt sich im Abstand von 17,52 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt von 29,42 Euro wider. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits 17,90 Prozent an Wert eingebüßt. Dennoch bleibt die Analystenstimmung überwiegend positiv: Goldman Sachs hält an seiner Kaufempfehlung fest und sieht ein durchschnittliches Kursziel von 34,21 Euro, was ein erhebliches Aufwärtspotenzial darstellen würde.
Für das Geschäftsjahr 2025 prognostizieren Marktbeobachter einen Gewinn von 1,85 Euro je Aktie - eine positive Entwicklung nach den aktuellen Verlusten, die durch die notwendigen Immobilienwertberichtigungen entstanden sind. Die angestrebte operative Verbesserung und der Fokus auf Investitionen könnten mittelfristig die Grundlage für eine Erholung des Aktienkurses bilden, der sich derzeit mit einer Volatilität von 30,83 Prozent (annualisiert über 30 Tage) deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 33,68 Euro bewegt.
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