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Der Silberpreis hat zuletzt kräftig zugelegt, doch laut Analyst Florian Grummes steht der eigentliche Ausbruch erst noch bevor. Trotz kurzfristiger Schwäche signalisiere der Markt strukturelle Stärke - und eine mögliche Aufholjagd könnte bevorstehen.
Rücksetzer nach starkem Jahresauftakt
Der technische Analyst Florian Grummes stellt in seiner aktuellen Marktanalyse fest, dass der Silberpreis in den vergangenen Wochen eine deutliche Aufwärtsbewegung verzeichnet habe. Angetrieben vom starken Goldpreis sei Silber zeitweise über die Marke von 34 US-Dollar gestiegen, habe jedoch das 12-Jahreshoch bei 34,89 US-Dollar vom 22. Oktober 2024 bislang nicht erreicht. Kurz vor dem Wochenende seien die Edelmetallpreise laut Grummes deutlich zurückgekommen.
Gold als Zugpferd - Silber bleibt Nachzügler
Während Gold laut Grummes seit Jahresbeginn von einem Rekordhoch zum nächsten eile, entwickle sich Silber vergleichsweise schleppend. Die Preisbewegungen im Silbermarkt folgten eher verzögert, was auf eine anhaltende relative Schwäche hinweise. Dennoch gehe der Analyst davon aus, dass die Rallye bei den Edelmetallen grundsätzlich intakt sei und nach der laufenden Konsolidierung weitergehen könnte.
Silberlager wachsen - strukturelle Verknappung droht
Besondere Aufmerksamkeit richtet Grummes auf die Entwicklung der physischen Bestände an der COMEX (Commodity Exchange). Seit Monatsbeginn seien dort rund 1.484 Tonnen Silber eingeliefert worden -
der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1992. Dies entspreche einem Anstieg um 40?Prozent im laufenden Quartal. Grummes interpretiert diesen Aufbau als Folge attraktiver
Arbitrage-Möglichkeiten zwischen London und New York.
Gleichzeitig seien die Silberbestände in London auf ein Rekordtief gefallen. Diese gegenläufige Entwicklung deute laut Grummes auf eine Marktverschiebung hin, die durch geopolitische Unsicherheiten
und neue Handelspolitiken verstärkt werde. Daraus leite er ab, dass sich strukturelle Engpässe entwickeln könnten, die mittelfristig preistreibend wirken würden.

COMEX Silber-Bestände, vom 21. März 2025. Quelle: Inproved Analytics
Technischer Rückenwind, aber erste Bremsspuren
Seit Jahresbeginn habe der Silberpreis rund 19?Prozent zugelegt, so Grummes weiter. Die Entwicklung verlaufe allerdings deutlich volatiler als beim Gold. Immer wieder sei es zu Rücksetzern gekommen. Erst seit Ende Januar hätten sich die Kurse oberhalb der 50-Tage-Linie (aktuell bei 31,94 US-Dollar) behaupten können. Mit diesem gleitenden Durchschnitt im Rücken hätten sich die Bullen laut Grummes zuletzt bis auf 34,20 US-Dollar vorgearbeitet. Das nächste Ziel sei demnach das 12-Jahreshoch bei 34,89 US-Dollar.
Verfallstermin könnte Druck auslösen
Dennoch warnt Grummes vor kurzfristigen Risiken. Die Tages-Stochastik habe seit Dienstag ein neues Verkaufssignal geliefert, zudem sei der Goldmarkt technisch überkauft. Zusätzlich stehe in der
kommenden Woche der Verfall von COMEX-Optionskontrakten an. Laut Grummes müssten rund 240.000 April-Gold-Kontrakte entweder geschlossen, gerollt oder zur Lieferung angemeldet werden.
Historisch betrachtet würden Marktteilnehmer solche Phasen häufig nutzen, um die Preise taktisch zu beeinflussen. Vor diesem Hintergrund halte Grummes einen deutlicheren Rücksetzer in den nächsten
ein bis zwei Wochen für möglich. Die Korrektur könne als "kalte Dusche" wirken - jedoch ohne fundamentale Schwäche zu signalisieren.

Silber in US-Dollar, Tageschart vom 21. März 2025. Quelle: Tradingview
Frühjahr als Wendepunkt?
Trotz dieser Warnsignale bleibe Grummes grundsätzlich optimistisch. Der Rücksetzer dürfte seiner Einschätzung nach zeitlich und preislich begrenzt bleiben. Silber sei bislang nur im Sog des Goldes gestiegen. Sobald die Korrektur abgeschlossen sei, könnten die Bullen laut Grummes wieder die Kontrolle übernehmen. Das Frühjahr gelte saisonal ohnehin als günstige Phase für Silber.
Extremes Bewertungsverhältnis spricht für Aufholpotenzial
Grummes verweist abschließend auf das aktuelle Gold/Silber-Ratio von 91,4. Dieses Verhältnis zeige, wie stark Silber im Vergleich zu Gold unterbewertet sei. Er vermute, dass die laufende "kalte Dusche" eine Art Weckruf für die Bullen darstellen werde. Sollte es zu einem Ausbruch über die Marke von 35 US-Dollar kommen, sei eine anschließende Bewegung in Richtung 38, möglicherweise sogar 40 oder 50 US-Dollar denkbar - je nachdem, wie stark die Marktteilnehmer agierten.
Dieser Beitrag basiert auf den Analysen von Florian Grummes.
Florian Grummes
Edelmetallexperte und Technischer Analyst
www.goldnewsletter.de
Quelle: GOLD.DE
Enthaltene Werte: XD0002747026,XD0002746952
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