
Mobilfunkanbieter 1&1 kämpft mit Kundenverlusten bei der Vodafone-Netzumstellung, während die Muttergesellschaft mit großzügiger Dividendenpolitik punktet.
Die Aktien von United Internet gerieten am Mittwochvormittag unter Druck, nachdem die Tochtergesellschaft 1&1 einen enttäuschenden Ausblick für 2025 präsentierte. Der Mobilfunkanbieter kämpft weiterhin mit einer erhöhten Zahl von Kündigungen während der Umstellung seiner Kunden auf das Vodafone-Netz. Nach einem bereits schwachen Jahr 2024, in dem der operative Gewinn (EBITDA) um knapp 10 Prozent auf 591 Millionen Euro zurückging, prognostiziert 1&1 für 2025 einen weiteren Rückgang um etwa 3,4 Prozent auf rund 571 Millionen Euro. Diese Entwicklung belastet auch die Muttergesellschaft United Internet, deren Aktie im MDAX zeitweise um 0,48 Prozent auf 18,67 Euro nachgab, während der Kurs von 1&1 deutlicher mit 2,9 Prozent auf 14,08 Euro einbrach. Die Probleme bei 1&1 begannen mit einem tagelangen Netzausfall und Verzögerungen bei der Umstellung auf das Vodafone-Netz, verursacht durch ein fehlerhaftes Update. Branchenkreisen zufolge will das Unternehmen nun Entschädigung von einem japanischen Geschäftspartner fordern.
Überraschende Dividendenpolitik als Lichtblick
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Trotz der schwierigen Lage bei 1&1 gibt es für United Internet-Aktionäre auch positive Nachrichten: Der Konzern kündigte eine ungewöhnliche Dividendenpolitik an. Neben einer regulären Dividende von 40 Cent je Aktie plant das Unternehmen eine einmalige "Nachholdividende" von 1,50 Euro je Anteilsschein. Diese soll die geschmälerten Ausschüttungen der Jahre 2018 bis 2023 ausgleichen und wird mit einer Entscheidung der Bundesnetzagentur begründet, durch die sich ein Frequenzkauf durch 1&1 um mehrere Jahre verschiebt. Die Regulierungsbehörde hatte kürzlich beschlossen, auf eine Frequenzauktion zu verzichten und stattdessen bestehende Nutzungsrechte um fünf Jahre zu verlängern - eine Entwicklung, die für den Netzeinsteiger 1&1 nachteilig ist. Gleichzeitig bleibt United Internet für 2025 optimistisch und erwartet einen leichten Umsatzanstieg von 6,3 auf etwa 6,4 Milliarden Euro sowie eine Steigerung des operativen Ergebnisses. Laut dem Goldman Sachs-Analysten Andrew Lee könnte ein möglicher Verzicht von 1&1 auf den kostspieligen Aufbau eines eigenen Netzes erhebliches Kurspotenzial für die Aktie bedeuten.
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