
DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
ADIDAS - Der Sportartikelhersteller Adidas hat mit seiner Aussage "Bis 2050 werden wir klimaneutral sein" irreführend und unzulässig geworben. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Nürnberg-Fürth hervor, die das Gericht veröffentlichte. Geklagt hatte die Deutsche Umwelthilfe. Sie hielt die inzwischen beseitigte Passage auf der Adidas-Website für "Greenwashing". "Die pauschale Werbung mit Klimaschutz ist irreführend und unzulässig", teilte das Gericht mit. Der Sportartikelhersteller habe in seiner Werbung nicht ausreichend dargestellt, wie Klimaneutralität konkret erreicht werden sollte. "Weil damit der unzutreffende Eindruck erweckt wurde, dass dies allein durch Emissionsreduzierungen erfolgt, wurde das Unternehmen zur Unterlassung der entsprechenden Aussage verurteilt", hieß es. Tatsächlich wolle das Unternehmen den Erwerb von Kompensationszertifikaten zum Erreichen der Ziele einsetzen. Adidas erklärte, durch das Urteil ergebe sich für das Unternehmen kein Handlungsbedarf. Die strittige Aussage sei bereits seit August 2024 angepasst worden. (Spiegel)
DEUTSCHE BANK - Der ehemalige Chef der Deutschen Börse, Theo Weimer, und die Finanzexpertin Dagmar Valcarcel werden den Aufsichtsrat der Deutschen Bank verlassen. Das erfuhr das Handelsblatt von mit dem Sachverhalt vertrauten Personen. Die Deutsche Bank wollte die Informationen auf Anfrage nicht kommentieren. Wer Weimer und Valcarcel im Aufsichtsrat ersetzen könnte, wird die Bank in der kommenden Woche in der Einladung zur Hauptversammlung vorschlagen. (Handelsblatt)
VONOVIA - Noch vor wenigen Tagen gab sich Rolf Buch gewohnt dynamisch. "Wir haben die Bremse gelöst und stehen wieder auf dem Gaspedal", sagte der Vorstandschef des größten europäischen Wohnungskonzerns Vonovia bei der Vorlage der Jahreszahlen. Doch in einem Bereich hat der DAX-Konzern jetzt unbemerkt nachgesteuert: bei der Beteiligung am Leipziger Projektentwickler Quarterback. So bewertet der DAX-Konzern den Buchwert der Quarterback-Beteiligung nunmehr mit einer Null, wie eine Analyse der neuen Geschäftsberichte von Vonovia und der Deutschen Wohnen durch das Handelsblatt ergibt. Lediglich die Projektgesellschaften von Quarterback haben in den Bilanzen noch einen Wert ausgewiesen. Der Vorgang ist ein beachtlicher Schritt und geht mit Abschreibungen von mehreren Hundert Millionen Euro auf gewährte Darlehen einher. (Handelsblatt)
PWC - PricewaterhouseCoopers (PwC) hat wegen Fehlern bei der Bilanzprüfung der Wyelands Bank von der unabhängigen Prüferaufsicht eine Millionenstrafe erhalten. Wie der Financial Reporting Council (FRC) mitteilte, wird der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft zudem ein "schwerwiegender Verweis" erteilt. Die Bank war Teil der Gupta Family Group Alliance (GFG Alliance), die im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von Greensill Capital ins Scheinwerferlicht geriet. (Börsen-Zeitung)
TELECOM ITALIA - Telecom Italia (TIM) steht im Zentrum vieler Spekulationen. Da der Aktienkurs weiter gestiegen ist, nachdem Großaktionär Vivendi seine Beteiligung von 23,75 auf 18,4 Prozent reduziert hat, fragen sich Marktteilnehmer, wer die Anteile erworben hat. Ein möglicher Käufer ist die teilstaatliche Post, die kürzlich von der mehrheitlich staatlichen Förderbank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) deren TIM-Beteiligung von 9,8% übernommen hat. Interesse hatten zuletzt auch der französische Medien- und Telekommunikationsanbieter Iliad sowie der Investor CVC bekundet. (Börsen-Zeitung)
AXEL SPRINGER - Der argentinische Unternehmer Martin Varsavsky, der seit 2014 im Aufsichtsrat von Medienkonzerns Axel Springer saß, hat die "ethischen Standards" von Springers US-Zeitungstochter Politico kritisiert, als er gestern seinen Rücktritt bekannt gab. Varsavsky, ein Trump-Bewunderer, der sich als ein Freund von Elon Musk bezeichnet, hatte der Zeitung vor wenigen Tagen linke Parteilichkeit vorgeworfen. Die Berichterstattung bei den deutschen Titeln des Berliner Verlags, Bild und Die Welt, sei "ausgewogen und fair", schrieb Varasvsky auf X. "Was Politico betrifft, finde ich, dass ihre Berichterstattung nicht mit meinen eigenen ethischen Standards übereinstimmt. Die USA haben sich verändert, Deutschland hat sich verändert, hoffentlich auch Politico." (Financial Times)
AMAZON - Amazon MGM Studios hat zwei erfahrene Hollywood-Veteranen mit der Produktion des nächsten James-Bond-Films beauftragt, nur wenige Wochen nachdem die Familie Broccoli nach mehr als 60 Jahren die Kontrolle über das Franchise abgegeben hat. Der Streaming-Gigant hat sich an Amy Pascal und David Heyman gewandt, zwei Produzenten mit einer Reihe von Blockbuster-Erfolgen, um das Franchise wiederzubeleben. Pascal war Leiterin der Filmabteilung von Sony und hat die erfolgreiche Spider-Man-Reihe des Studios ins Leben gerufen. Heyman produzierte die Filme Harry Potter und Paddington. (Financial Times)
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March 27, 2025 01:59 ET (05:59 GMT)
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