
Die Glencore-Aktie schloss am Freitag bei 3,52 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits 19,41 Prozent an Wert verloren, während der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 5,87 Euro mittlerweile knapp 40 Prozent beträgt. Die signifikante Abweichung vom 200-Tage-Durchschnitt (-23,77 Prozent) unterstreicht den anhaltenden Abwärtstrend.
Zu den aktuellen Herausforderungen des Rohstoffkonzerns zählt die Produktionsaussetzung im Kupferhüttenwerk Altonorte in Chile. Diese Maßnahme zwang das Unternehmen, höhere Gewalt für Kupferlieferungen zu erklären, was potenziell Auswirkungen auf die globale Kupferversorgung haben könnte. Parallel dazu kündigte Glencore Förderkürzungen von Kraftwerkskohle in der kolumbianischen Mine El Cerrejón an, was die operativen Schwierigkeiten des Konzerns weiter verdeutlicht.
Analysten bleiben trotz Kursverfall optimistisch
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Glencore?
Interessanterweise halten Analysten trotz der schwachen Kursentwicklung an positiven Einschätzungen fest. Die Royal Bank of Canada (RBC) bestätigte am 25. März ihre Einstufung mit "Outperform" und einem Kursziel von 440 Pence. Analyst Ben Davis berücksichtigte dabei explizit die jüngsten operativen Einschränkungen. Auch die UBS bekräftigte ihre Kaufempfehlung für die Glencore-Aktie.
Die fundamentalen Kennzahlen des Unternehmens könnten eine Erklärung für die optimistischen Analystenmeinungen liefern. Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,21 und einem Kurs-Cashflow-Verhältnis von 4,73 erscheint die Aktie auf den ersten Blick unterbewertet. Allerdings sollte bei der Interpretation dieser Kennzahlen die erhöhte Volatilität des Rohstoffmarktes berücksichtigt werden, die sich auch in der annualisierten 30-Tage-Volatilität der Aktie von 30,50 Prozent widerspiegelt.
Divergenz zwischen Kursentwicklung und Analysteneinschätzungen
Die deutliche Diskrepanz zwischen den positiven Analysteneinstufungen und der anhaltend negativen Kursentwicklung verdeutlicht die Unsicherheit bezüglich der kurzfristigen Geschäftsperspektiven. Während die Aktie in den letzten 30 Tagen fast 9 Prozent an Wert verlor und inzwischen fast 12 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt notiert, spiegeln die Analysteneinschätzungen offenbar eine langfristigere Perspektive wider.
Die operativen Herausforderungen wie die Produktionsaussetzung in Chile und die Förderkürzungen in Kolumbien belasten aktuell den Aktienkurs. Gleichzeitig deuten die fundamentalen Bewertungskennzahlen darauf hin, dass das Unternehmen aus langfristiger Sicht möglicherweise unter seinem tatsächlichen Wert gehandelt wird. Diese gegensätzlichen Signale erklären die ausgeprägte Unsicherheit der Anleger hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens.
Glencore-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Glencore-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:
Die neusten Glencore-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Glencore-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Glencore: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...