
Der Stahlriese erweitert sein indisches Engagement durch Landkauf in Andhra Pradesh, während das Unternehmen gleichzeitig seine südafrikanische Langstahlproduktion aufgibt.
ArcelorMittal Nippon Steel India, das Gemeinschaftsunternehmen von ArcelorMittal und Nippon Steel, treibt seine Expansionspläne in Indien mit dem Erwerb eines Grundstücks im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh voran. Der Stahlkonzern notiert aktuell bei 26,68 Euro und verzeichnete in den vergangenen sieben Tagen einen deutlichen Rückgang von 9,41 Prozent. Auf dem erworbenen Areal soll ein integriertes Stahlwerk mit einer anfänglichen Kapazität von 7,3 Millionen Tonnen jährlich entstehen. Die erste Zahlung für das Grundstück wurde bereits geleistet, die vollständige Übergabe wird in Kürze erwartet.
Trotz der ambitionierten Wachstumspläne steht das Joint Venture vor erheblichen Herausforderungen. Importbeschränkungen für niedrig-ash Metcoke, einen zentralen Rohstoff in der Stahlproduktion, könnten die Produktionskapazitäten beeinträchtigen und geplante Erweiterungen verzögern. Um den kontinuierlichen Betrieb zu gewährleisten, hat das Unternehmen zusätzliche Zuteilungen aus Polen und Japan beantragt.
Strategische Anpassungen im südafrikanischen Markt
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In Südafrika hat ArcelorMittal eine einschneidende Entscheidung getroffen und wird die Produktion von Langstahlprodukten bis April 2025 vollständig einstellen. Diese Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die schwache Binnennachfrage, wachsende Konkurrenz durch lokale Schrottrecycling-Anlagen und zunehmende Importe aus China. Die Schließung betrifft etwa 3.500 direkte und indirekte Arbeitsplätze und soll bis zum zweiten Quartal 2025 abgeschlossen sein.
Positive Analystenbewertung und technologische Innovationen
Die Schweizer Großbank UBS zeigt sich optimistisch für die Zukunftsaussichten von ArcelorMittal. Die Analysten erhöhten das Kursziel deutlich von 27,10 Euro auf 35,00 Euro und bestätigten ihre Kaufempfehlung. Dieser positive Ausblick basiert auf verbesserten Perspektiven für den Stahlmarkt in der Europäischen Union, unterstützt durch Investitionen von US-Fonds und Veränderungen in der Handelspolitik. Seit Jahresbeginn konnte die Aktie bereits um beachtliche 19,43 Prozent zulegen und liegt mit 14,72 Prozent deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 23,26 Euro.
Im Bereich technologischer Innovationen verstärkt ArcelorMittal Europe seine Zusammenarbeit mit PSI Metals im Bereich Manufacturing Execution Systems (MES) und Produktionsmanagementlösungen. Diese Partnerschaft zielt auf eine Steigerung der Produktionseffizienz und eine Reduzierung der CO2-Emissionen ab, mit dem langfristigen Ziel einer CO2-neutralen Stahlproduktion.
In Frankreich steht der Konzern allerdings vor juristischen Herausforderungen. Das Unternehmen wurde wegen möglicherweise gesundheitsgefährdender Emissionen in der Region Fos-sur-Mer angeklagt. Während die Justiz ihre Ermittlungen fortsetzt, bestreitet ArcelorMittal die Vorwürfe entschieden.
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