
Der britische Energieriese positioniert sich gegen regionale Strompreismodelle, während der Konzern trotz Gewinnrückgangs Investitionen in Gasspeicher und Fachkräfteausbildung vorantreibt.
Centrica-CEO Chris O'Shea hat sich öffentlich gegen den Vorschlag von Octopus Energy für regionale Strompreisgestaltung in Großbritannien ausgesprochen. Der aktuelle Aktienkurs von Centrica liegt bei 1,78 Euro, was einem leichten Rückgang von 2,04 Prozent im Tagesvergleich entspricht. Die Aktie bewegt sich allerdings immer noch in der Nähe ihres 52-Wochen-Hochs von 1,83 Euro und liegt deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt mit einem Abstand von fast 12 Prozent.
Der von Octopus Energy vorgeschlagene Plan zielt darauf ab, regionale Kabeleinschränkungen zu adressieren und die Effizienz durch geografisch angepasste Preise zu fördern. O'Shea äußerte jedoch erhebliche Zweifel an der Praktikabilität dieses Vorschlags. Er stellte in Frage, ob Unternehmen tatsächlich in entlegene Regionen umziehen würden, nur um von günstigeren Energiepreisen zu profitieren, und wies auf Bedenken hinsichtlich der Infrastrukturkosten hin. Octopus Energy hingegen behauptet, dass regionale Preisgestaltung dem Vereinigten Königreich jährlich Einsparungen von 3,7 Milliarden Pfund bringen könnte, ohne dass es zu einer bedeutenden Verlagerung von Erzeugung oder Nachfrage kommen müsste.
Gehaltssteigerung für CEO inmitten steigender Energiekosten
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Centrica hat eine 29-prozentige Gehaltserhöhung für CEO Chris O'Shea angekündigt, wodurch sein Jahresgehalt von 855.000 Pfund auf 1,1 Millionen Pfund steigt. Diese Anpassung soll sein Gehalt mit dem anderer FTSE-100-Führungskräfte in Einklang bringen und trägt der Komplexität der Leitung eines großen Unternehmens Rechnung. Die Ankündigung fällt mit einer Erhöhung der Energierechnungen für British Gas-Kunden um 6,4 Prozent zusammen, wodurch die durchschnittliche Jahresrechnung auf 1.849 Pfund steigt. Während O'Sheas Vergütung erhöht wurde, erhalten die Mitarbeiter von Centrica Gehaltserhöhungen von durchschnittlich 3,5 bis 4 Prozent.
Gleichzeitig verhandelt Centrica mit der britischen Regierung über finanzielle Unterstützung für die Erweiterung und Neugestaltung des Rough-Gasspeichers, des größten Gasspeichers des Landes. Das Unternehmen schlägt ein "Cap and Floor"-Ertragsmodell vor, das eine Mindestrendite sicherstellt und gleichzeitig potenzielle Gewinne begrenzt. O'Shea betont, dass diese Erweiterung die Gaspreise stabilisieren, tausende Arbeitsplätze schaffen und die Anlage für die Wasserstoffspeicherung anpassen würde.
Herausforderungen und Zukunftsinitiativen
Centrica steht vor erheblichen Herausforderungen, darunter ein Gewinnrückgang mit angepassten Erträgen von 2,3 Milliarden Pfund im Jahr 2024, verglichen mit 3,5 Milliarden Pfund im Vorjahr. Das Unternehmen sieht sich zudem kritischer Betrachtung seines Kundenservices inmitten steigender Energiepreise und Beschwerden über fehlerhafte Smart Meter ausgesetzt. Trotz dieser Probleme hat British Gas, eine Tochtergesellschaft von Centrica, eine stabile Kundenbasis von 7,46 Millionen Haushalten beibehalten, was knapp unter den 7,53 Millionen von Octopus Energy liegt.
Im Rahmen seiner Bemühungen um Netto-Null-Kohlenstoffemissionen bietet British Gas über 400 neue Ausbildungsplätze an. Die Auszubildenden sollen Kunden bei Energieeffizienzberatung, Kesselreparaturen und der Installation von Netto-Null-Maßnahmen unterstützen. Für interessierte Bewerber wurden an den Unternehmensstandorten in Dartford, Thatcham, Leicester und Hamilton Informationstage veranstaltet. CEO O'Shea betont die Bedeutung einer vielfältigen und qualifizierten Belegschaft für die Erreichung der Netto-Null-Ziele des Unternehmens.
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