
Verbindungstechnologie-Spezialist reduziert Ausschüttung nach Halbierung des Jahresgewinns und prognostiziert verhaltene Geschäftsentwicklung für 2025
Die Norma Group SE verzeichnet einen massiven Gewinnrückgang für das Geschäftsjahr 2024. Der Nettogewinn brach um nahezu 50 Prozent auf 14,8 Millionen Euro ein, während das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) um fast 7 Prozent auf 40,9 Millionen Euro zurückging. Die Aktie des Verbindungstechnologie-Unternehmens notiert aktuell bei 12,72 Euro und hat innerhalb des letzten Monats knapp 20 Prozent an Wert verloren.
Der drastische Gewinneinbruch ist hauptsächlich auf Wertberichtigungen bei einer indischen Tochtergesellschaft zurückzuführen. Als Konsequenz der schwächeren Finanzergebnisse kürzt Norma die Dividende von 0,45 Euro im Vorjahr auf 0,40 Euro pro Aktie für 2024. Diese Anpassung spiegelt die aktuelle finanzielle Situation des Unternehmens wider und trägt zur negativen Kursentwicklung bei.
Vorsichtige Prognose für 2025
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Für das laufende Jahr gibt sich Norma zurückhaltend. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro, was dem Niveau des Vorjahres entspricht. Die bereinigte EBIT-Marge soll zwischen 6 und 8 Prozent liegen - ein Wert, der unter den Markterwartungen von 8,4 Prozent bleibt. Besonders im ersten Halbjahr rechnet Norma mit verhaltener Nachfrage, wobei eine mögliche Belebung erst in der zweiten Jahreshälfte eintreten könnte.
Die Aktie befindet sich mit einem Kurs von 12,72 Euro deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 19,66 Euro aus dem Mai 2024. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt besorgniserregende 15,8 Prozent und signalisiert einen intakten Abwärtstrend. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als 15 Prozent verloren.
Führungswechsel in turbulenten Zeiten
Zu den finanziellen Herausforderungen kommt ein signifikanter Wandel in der Unternehmensführung: CEO Guido Grandi trat am 17. Februar 2025 aufgrund strategischer Differenzen zurück. Vorstandsvorsitzender Mark Wilhelms hat die Leitung des Unternehmens für maximal ein Jahr übernommen. Dieser Führungswechsel in einer ohnehin schwierigen Phase erhöht die Unsicherheit für Investoren zusätzlich.
Trotz der aktuellen Probleme zeigen sich Analysten überraschend optimistisch. Die DZ Bank bekräftigte Anfang März ihre Kaufempfehlung. Im Durchschnitt bewerten Experten die Aktie mit "Outperform" und setzen ein mittleres Kursziel von 19,43 Euro, was ein erhebliches Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent darstellen würde. Allerdings variiert die Spanne der Kursziele stark zwischen 14 und 27 Euro, was die Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Geschäftsentwicklung widerspiegelt.
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