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Vor einem Jahr war Novo Nordisk noch der unangefochtene Star unter Europas Aktien. Eine Mega hohe hunderte Milliarden-Bewertung war kein Problem. Doch dann ging es abwärts, abwärts, abwärts. Über 50 Prozent Verlust mittlerweile vom Hoch. Aktuell zitternde Anleger und mehrere schlechte Nachrichten scheinen zu dominieren. Aber halt! Unter der Oberfläche passiert was: Die UBS sieht mehrere zig Prozent Upside, neue Studien-Daten begeistern Ärzte, und in Asien rollt ein Milliarden-Deal an. Gleichzeitig deutet der Chart auf eine mögliche Trendwende hin. Steht der Turnaround vor der Tür? Oder ist der Absturz erst der Anfang? Wir schauen uns für Sie an, was wirklich zählt und warum jetzt Stunde der Mutigen gekommen sein könnte.
Vom Börsen-Goliath zum Sorgenkind - Die Story hinter dem Crash
Novo Nordisk war mal der ungeschlagene King im Pharmabereich. Diabetes-Medikamente, Abnehmwunder wie Wegovy, fette Gewinne, alles lief prima. Der Kurs kletterte auf 140 Euro, mehrere hunderte Milliarden-Bewertung, ja sogar die Billion schien zum Greifen nah. Doch dann: Peng, der große Knall! Jede Menge Luft wurde abgelassen, die Aktie crashte auf etwas noch über 60 Euro. Was zum Teufel waren die Gründe dafür? Ganz einfach: Der Markt hatte sich verliebt in Novo und dann überreagiert. Zuerst kam die Angst vor Überbewertung. "Ist die Wachstumsstorys schon ausgereizt?", fragten sich plötzlich alle. Dazu häuften sich Berichte über Lieferengpässe bei Wegovy und Konkurrenz-Druck von US-Rivalen. Die Stimmung kippte, Panikverkäufe folgten. Doch selbst jetzt läuft das Geschäft weiter auf Hochtouren! Die kürzlich veröffentlichte SOUL-Studie zu Rybelsus zeigt, dass das Diabetes-Medikament Herzrisiken um 14 Prozent reduziert. Auch dies könnte ein Gamechanger für Millionen Patienten sein. Die UBS bleibt jedenfalls bullisch und hält am Kursziel von 750 DKK fest. Das sind satte +60 Prozent vom aktuellen Niveau.
Chart-Check
Die Aktie ist seit ihrem Hoch bei knapp 140 Euro um über die Hälfte eingebrochen. Der RSI als einer der meistbeachteten Momentum-Indikatoren zeigt seit Wochen negative Divergenzen an. Das bedeutete, dass wenn der Kurs fällt, der RSI aber nicht mehr nachsackt und diese Tiefs quasi mitbestätigt. Für Chart-Kenner ist dies ein klassisches Zeichen, dass die Abwärts-Luft der Bären bald raus sein könnte. Aktuell pendelt die Aktie bei 64-65 Euro und damit noch über der 60-Euro-Marke. Viele sehen hier eine große psychologische Unterstützung. Wenn die 60 Euro hält, könnte der Rebound Richtung 80 Euro starten. Klar, das ist kein Garantieschein. Aber historisch hat Novo Nordisk schon unter Beweis gestellt, dass nach solchen Korrekturen immer wieder ein Uptrend bzw. Rebound kam. Die Volatilität ist aktuell zwar hoch aber auch schon ein wenig zurückgekommen. Wer jetzt einsteigt, könnte den Turnaround möglicherweise nahe am Tief erwischen - bevor die große Masse wieder zuschlägt und versucht mitzuschwimmen.
Was tun?
Hier nochmals die ausgearbeiteten "Fakten":
- Charttechnisch: Die 60-Euro-Marke wirkt wie ein starker Boden. Bei einem Halten könnte es bald Richtung 80 Euro gehen. Der RSI signalisiert zwar noch Schwäche, aber die extremen Verkäufe scheinen wohl durch zu sein.
- Fundamental: Das Geschäft brummt, die Nachfrage ist ungebrochen. Die Studien-Daten stärken das Image als Innovator. Die UBS ist bullisch und sieht enormes Upside.
- Risiken: Konkurrenz ist da und tritt zunehmend in den Markt ein
Für Anleger mit guten Nerven und Langfrist-Sicht könnte der Einstieg jetzt lohnend sein. Die aktuellen Kurse sind auf jeden Fall günstiger als noch vor einigen Monaten. Wenn man an die Comeback-Story glaubt könnte man jetzt einsteigen, z. B. mit einem Stopp bei 55 Euro und Kursziel 80 Euro.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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