
DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Zölle führen letztlich zu Preissteigerungen
Viele Ökonomen sind der Meinung, dass Zölle letztlich zu Preissteigerungen führen, da die Importeure einen Teil der zusätzlichen Kosten an Unternehmen und Verbraucher weitergeben dürften. Zölle auf importierten Stahl zum Beispiel können die Produktion von Autos, Haushaltsgeräten und Baumaterialien verteuern. Goldman Sachs geht davon aus, dass die Zölle die von der Fed bevorzugte Kennzahl für die Kerninflation in diesem Jahr von 2,8 Prozent im Februar auf etwa 3,5 Prozent ansteigen lassen werden. Die Schätzung basiert auf der Annahme, dass Präsident Donald Trump am 2. April reziproke Zölle in Höhe von durchschnittlich 15 Prozent für alle Handelspartner der USA ankündigen wird.
Trump arbeitet mit Beratern letzte Zoll-Details aus
US-Präsident Donald Trump hat sich am Dienstag mit seinen Wirtschaftsberatern im Weißen Haus getroffen, um die letzten Details seiner Zoll-Pläne auszuarbeiten. "Er sitzt gerade mit seinem Handels- und Zollteam zusammen, um sicherzustellen, dass dies ein perfektes Geschäft für das amerikanische Volk und die amerikanischen Arbeiter ist", sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, zu Reportern. "Und Sie alle werden es in etwa 24 Stunden herausfinden."
USA bezeichnen Tech-Regulierung in Europa als Handelsbarriere
Die europäische Regulierung im Technologiesektor stellt für die USA ein Handelshemmnis dar. Sie betreffe amerikanische Unternehmen unverhältnismäßig stark, heißt es in einem US-Handelsbericht. Am Mittwoch will US-Präsident Donald Trump neue Importzölle vorstellen. In dem Bericht werden "exzessive Strafen" für US-Konzerne moniert. Die Europäische Union hat im weltweiten Vergleich sehr strikte Regeln, die die weltgrößten Unternehmen und Online-Plattformen wie Google, Apple und Meta Platforms betreffen.
Kanada und Mexiko führen Gespräche im Vorfeld der US-Zollankündigungen
Kanada und Mexiko haben sich darauf geeinigt, starke Handelsbeziehungen aufrechtzuerhalten und die Wettbewerbsfähigkeit Nordamerikas im Vorfeld der Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump zu schützen. Der kanadische Premierminister Mark Carney und die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hatten ein "produktives Gespräch", in dem sie sich darauf einigten, die Investitionsverbindungen zwischen den Ländern aufrechtzuerhalten, hieß es laut einer Mitteilung aus Carneys Büro.
USA verlegen Kampfflugzeuge und Schiffe in den Nahen Osten - WSJ
Das Pentagon verstärkt derzeit nach eigenen Angaben in hohem Tempo seine Streitkräfte im Nahen Osten. Neben B-2-Bombern und Predator-Drohnen werden auch F-35-Kampfjets in der Region stationiert, sagten Vertreter der US-Regierung, die mit den Planungen vertraut sind. Das US-Militär fliegt weiterhin Luftangriffe gegen die Huthi-Milizen im Jemen und erhöht zugleich den Druck auf den Iran.
Cory Booker bricht im Protest gegen Trump Rekord für längste Senatsrede
US-Senator Cory Booker (Demokrat, New Jersey) brach am Dienstag den jahrzehntelang gültigen Rederekord im US-Senat, indem er 25 Stunden und fünf Minuten lang ohne Pause im Plenarsaal sprach, um gegen Präsident Trumps Handeln in seiner zweiten Amtszeit zu protestieren. "Dies sind keine normalen Zeiten in Amerika, und sie sollten nicht als solche behandelt werden", sagte Booker, als er am Montag um 19.00 Uhr begann. Booker versprach, so lange das Wort zu ergreifen, wie er körperlich dazu in der Lage sei, und setzte mit Hilfe einer wechselnden Besetzung von demokratischen Kollegen am Dienstag um 19.20 Uhr eine neue Marke.
Liberale Kandidatin gewinnt Richter-Wahl in Wisconsin
Die massiven Investitionen von Tech-Milliardär Elon Musk in die Wahl zum Obersten Gerichtshof im US-Bundesstaat Wisconsin haben sich nicht ausgezahlt. Die liberale Kandidatin Susan Crawford konnte die Wahl zur Nachbesetzung eines wichtigen Richterpostens für sich entscheiden. Dies könnte bei einigen Republikanern Sorgen darüber auslösen, wie die Wähler die ersten Monate der neuen Regierung von US-Präsident Donald Trump bewerten.
+++ Konjunkturdaten +++
Südkorea Verbraucherpreise März +2,1% (PROG: +2,0%) gg Vorjahr
Südkorea Verbraucherpreise März +0,2% (PROG: +1,0%) gg Vormonat
Südkorea Verbraucherpreise Kernrate März +1,9% gg Vorjahr, +0,2% gg Vormonat
DJG/DJN/apo
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April 02, 2025 03:00 ET (07:00 GMT)
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