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MÄRKTE USA/Chinas Gegenzölle sorgen für erneuten Ausverkauf

Finanznachrichten News

DJ MÄRKTE USA/Chinas Gegenzölle sorgen für erneuten Ausverkauf

DOW JONES--Der Kursrutsch an der Wall Street hat sich zum Wochenausklang fortgesetzt. Ursächlich war, dass China die US-Zölle mit eigenen Zöllen beantworten will. Überraschend starke US-Arbeitsmarktdaten konnten dem nichts entgegensetzen. Am Markt ging weiter die Angst um, dass der heraufziehende Handelskrieg die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen wird. Ökonomen senkten reihenweise ihre Wachstumsprognosen. Zudem wollten viele Investoren vor dem Wochenende weitere Bestände abbauen, denn dieses könnte negative Entwicklungen bringen.

China hatte angekündigt, ab dem 10 April einen Einfuhrzoll von 34 Prozent auf alle aus den USA importierten Waren zu erheben. China führte außerdem Ausfuhrkontrollen für sieben Kategorien von Seltene-Erden-Gütern ein. Die Export-Kontrolle geschehe zum Schutz der nationalen Sicherheit und der nationalen Interessen, so das chinesische Handelsministerium.

Der Dow-Jones-Index rutschte um 5,5 Prozent ab auf 38.315 Punkte. Der S&P-500 fiel um 6,0 Prozent und der Nasdaq-Composite knickte um 5,8 Prozent ein. Die Zahl der Kursgewinner an der Nyse betrug nach vorläufigen Angaben 225 (Donnerstag: 362), die der -verlierer 2.613 (2.446). Unverändert schlossen 18 (30) Titel.

Die US-Wirtschaft dürfte nach Aussage von US-Notenbankpräsident Jerome Powell in eine Phase höherer Preise und schwächeren Wachstums eintreten, wie sie noch vor wenigen Wochen nicht für möglich gehalten worden wäre. Grund dafür seien die von Präsident Trump angekündigten, unerwartet starken Zollerhöhungen, sagte er laut Text in einer Rede zum Wirtschaftsausblick. Seine Äußerungen verrieten eine gewisse Vorsicht im Hinblick auf mögliche Reaktionen der Fed, die verhindern will, dass aus einem einmaligen Preisniveaueffekt ein anhaltender Anstieg der Inflation wird. Powell deutete an, dass die Fed bei ihrer abwartenden Haltung bleiben könnte.

Starker Arbeitsmarktbericht ohne Einfluss

Der offizielle Arbeitsmarktbericht für März zeugte von einem überraschend starken Beschäftigungsaufbau. Es wurden im vergangenen Monat außerhalb der Landwirtschaft 228.000 zusätzliche Stellen geschaffen. Volkswirte hatten mit einem Zuwachs von 140.000 Stellen gerechnet. Die Beschäftigungslage ist eines der Kriterien, an denen die Fed ihre Geldpolitik ausrichtet und wird normalerweise unter diesem Aspekt stark beachtet. Dieses Mal wurden die Daten aber von der Zoll-Thematik in den Hintergrund gedrängt, hieß es aus dem Handel.

"Sicherer Hafen" Anleihen bleibt gesucht

Rezessionsängste überwogen die Inflationssorgen, und die Anleger suchten weiter Zuflucht in US-Staatsanleihen, was die Renditen erneut drückte. Die Rendite zehnjähriger Papiere rutsche im Verlauf unter die Marke von 4,00 Prozent, konnte sich aber wieder erholen. Sie verlor 5 Basispunkte auf 4,01 Prozent.

Der Dollar erholte sich von den jüngsten Verlusten. Der Dollar-Index stieg um 1,0 Prozent. Teilnehmer wollten die Bewegung aber nicht überbewerten. Zwar müsste der US-Protektionismus nach herrschender Meinung den Dollar eigentlich stützen, doch die Sorge vor einem schweren Schlag für die US-Wirtschaft und letztlich die globale Konjunktur überwiegt.

Der Goldpreis verzeichnete ein deutliches Minus. Der Preis für die Feinunze fiel um 2,5 Prozent auf 3.037 Dollar. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Gold in Zeiten hoher Risikoaversion unter Druck gerät, da Marktteilnehmer oft Goldpositionen liquidieren, um Verluste anderswo auszugleichen, hieß es von der Commerzbank.

Die Ölpreise setzten ihre Talfahrt fort. Die Kontrakte auf Brent und WTI brachen um bis zu 5,6 Prozent ein. Die Akteure am Ölmarkt befürchteten eine konjunkturbedingte Nachfrageschwäche. Zudem erwägt die Opec+ eine Erhöhung der Fördermenge.

Halbleiteraktien stürzten den zweiten Tag in Folge ab, da die Investoren die Auswirkungen der Trump- Zölle auf Importe bewerteten. Der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) rutschte auf den niedrigsten Stand seit November 2023. Dieser umfasst die 30 größten in den USA gehandelten Halbleiteraktien. Auch Halbleiteraktien, die mit dem Megatrend künstliche Intelligenz verbunden sind, standen erneut unter Druck. Die Nvidia-Aktie reduzierte sich um 7,4 Prozent, Broadcom büßten 5,0 Prozent ein und Marvell Technology verloren 11,3 Prozent.

Die Nike-Aktie drehte nach anfänglichen erneuten Abgaben ins Plus und gewann 3,0 Prozent. Das mit hohen US-Zöllen belegte Vietnam will nach Angaben von Präsident Trump die eigenen Importzölle komplett zurückfahren.

Die Boeing-Aktie fiel um 9,5 Prozent, nachdem China mit Vergeltungsmaßnahmen reagiert hatte. Ein Handelskrieg zwischen den beiden Staaten wäre ein Problem, denn China ist ein riesiger Markt für den Flugzeughersteller, hieß es.

=== 
INDEX     zuletzt +/- %  absolut +/- % YTD 
DJIA     38.314,86 -5,5% -2231,07   -0,7% 
S&P-500    5.074,08 -6,0%  -322,44   -3,6% 
NASDAQ Comp 15.587,79 -5,8%  -962,82   -14,3% 
NASDAQ 100  17.397,70 -6,1% -1123,78   -11,9% 
 
DEVISEN    zuletzt    +/- %    0:00 Do, 17:15  % YTD 
EUR/USD     1,0944    -1,0%   1,1052   1,1092  +6,8% 
EUR/JPY    160,7930    -0,3%  161,2565  161,6105  -1,0% 
EUR/CHF     0,9433    -0,6%   0,9491   0,9509  +1,5% 
EUR/GBP     0,8501    +0,8%   0,8434   0,8440  +2,0% 
USD/JPY    146,9340    +0,7%  145,9185  145,7015  -7,3% 
GBP/USD     1,2874    -1,7%   1,3103   1,3143  +4,6% 
USD/CNY     7,1902    +0,2%   7,1751   7,1817  -0,5% 
USD/CNH     7,2909    +0,1%   7,2803   7,2858  -0,7% 
AUS/USD     0,6038    -4,6%   0,6327   0,6366  +2,2% 
Bitcoin/USD 84.071,65    +1,6% 82.747,70 81.633,20 -11,3% 
 
ROHÖL     zuletzt  VT-Schluss   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex    62,88    66,62   -5,6%   -3,74  +1,6% 
Brent/ICE    66,43    69,81   -4,8%   -3,38  -6,3% 
 
METALLE    zuletzt    Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold      3036,96   3113,90   -2,5%   -76,70 +18,6% 
Silber      27,19    28,84   -5,7%   -1,65  +3,3% 
Platin     845,56    865,45   -2,3%   -19,90  -1,1% 
Kupfer      4,42     4,83   -8,6%   -0,41  +8,7% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros

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April 04, 2025 16:23 ET (20:23 GMT)

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