
Der Recycling-Konzern senkt aufgrund schwacher Metallpreise seine Gewinnerwartung für 2025 um 15 Prozent und setzt verstärkt auf Effizienzsteigerungen und Kostenoptimierung
Die Befesa-Aktie verzeichnete am vergangenen Handelstag einen erheblichen Kursrückgang von 8,80 Prozent und schloss bei 23,22 Euro. Der Recycling-Spezialist für Industrieabfälle steht aktuell unter Druck, nachdem das Unternehmen eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht hat. Diese Entwicklung trägt zur negativen Wochenbilanz bei, die mittlerweile einen Rückgang von 13,36 Prozent aufweist.
Grund für die Gewinnwarnung ist laut Unternehmensangaben die anhaltende Schwäche im Metallmarkt, insbesondere bei Zink und Aluminium. Die Preise für diese Rohstoffe sind in den letzten Wochen deutlich gefallen, was direkte Auswirkungen auf das Kerngeschäft des Unternehmens hat. Befesa hat daher die Prognose für das operative Ergebnis (EBITDA) für 2025 um 15 Prozent nach unten korrigiert. Anstatt der bisher erwarteten 210 bis 230 Millionen Euro rechnet das Management nun mit einem EBITDA zwischen 178 und 195 Millionen Euro.
Schwierige Marktbedingungen belasten Geschäftsentwicklung
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Die aktuelle Marktsituation ist für Befesa besonders herausfordernd, da das Unternehmen stark vom Recycling von Stahlstaub und Aluminiumsalzschlacken abhängt. Die schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie und dem Bausektor hat zu einem Überangebot an Metallen geführt, was die Preise unter Druck setzt. Befesa kann diese Entwicklung trotz seiner effizienten Recyclingprozesse nicht vollständig kompensieren.
Im Stahlstaub-Segment, das für etwa zwei Drittel des Konzernumsatzes verantwortlich ist, wirkt sich der niedrige Zinkpreis besonders negativ aus. Die Preisrückgänge können durch Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen nicht ausgeglichen werden. Im Aluminiumsegment sieht die Situation ähnlich aus, wobei hier zusätzlich die schwache Baukonjunktur in Europa für Gegenwind sorgt.
Strategische Anpassungen und Zukunftsausrichtung
Trotz der aktuellen Herausforderungen hält Befesa an seinen langfristigen Expansionsplänen fest. Das Unternehmen hat angekündigt, die Investitionen in neue Recyclinganlagen in Asien und Nordamerika fortzusetzen, allerdings in einem reduzierten Tempo. Der Fokus liegt nun verstärkt auf Kosteneinsparungen und betrieblicher Effizienz, um die Auswirkungen der niedrigen Metallpreise abzufedern.
Die Unternehmensführung betont, dass die fundamentalen Wachstumstreiber für das Recyclinggeschäft intakt bleiben. Die zunehmende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft und strengere Umweltauflagen für die Industrie unterstützen das Geschäftsmodell von Befesa langfristig. Zudem arbeitet das Unternehmen an der Erschließung neuer Recyclingmärkte für Lithium-Ionen-Batterien, um vom wachsenden Elektromobilitätssektor zu profitieren.
Befesa befindet sich aktuell 36,70 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 36,68 Euro, das erst vor einem Monat erreicht wurde. Die Aktie notiert zudem knapp 5 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt, was auf einen mittelfristigen Abwärtstrend hindeutet. Die hohe Volatilität von über 62 Prozent auf annualisierter 30-Tage-Basis spiegelt die Unsicherheit der Anleger wider.
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