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Nach der Mega-Rally ist jetzt der Absturz und eine Halbierung möglich, doch der Rüstungsgigant hat aktuell noch mächtig Dampf. Alles über die Zitterpartie an der Börse, geheime Milliardendeals und warum die nächsten Wochen entscheidend sind. Aktuell fragen viele wie es weitergeht. Wir machen für Sie den Check: Warum die 1.200-Euro-Marke über Leben und Tod für die Rheinmetall-Aktie entscheiden könnte, wie Trump und die F-35-Jets mitspielen - und ob Anleger jetzt zuschlagen oder flüchten sollten.
Absturz mit Ansage: Warum die Aktie jetzt zittert
Klar, die Rheinmetall-Aktie hat in den letzten Monaten alles nach oben weggeräumt, gnadenlos, wie ein Panzer im Gelände: Seit Januar 2024 von knapp 200 Euro kommend, bis auf aktuell um die 1.330 Euro. Doch seit dem Allzeithoch bei 1.480 Euro geht es bergab. Es wird schwergängiger im Gelände. Anleger kassieren Gewinne, die Luft ist erstmal etwas raus.
Hier ein paar Gründe, was aktuell dahinter steckt
- Trump-Risiko: Der Ex-US-Präsident könnte mit neuen Zöllen auch Rüstungsexporte treffen - Angst macht die Börse nervös.
- Überhitzte Kurse: Nach der Mega-Rally ist eine Pause normal. Der RSI-Indikator zeigt: Die Aktie war stark überkauft und ist es auf dem aktuellen Niveau sogar immer noch.
- Sorgenkind Auto: Die Privatbank Berenberg warnt vor "strukturellen Überkapazitäten" bei Autoteilen - Rheinmetall liefert auch an VW & Co
Dennoch brummt der Rüstungsbereich weiter. CEO Armin Papperger freut sich: "Eine Epoche der Aufrüstung hat begonnen - mit Wachstum, wie wir es noch nie erlebt haben." Die Auftragsbücher sind voll: Panzer für die Ukraine, Munition für die NATO. Und dann ist da noch der Deal mit Volkswagen: Ab 2027 könnte die Fabrik in Osnabrück Kampfpanzer statt Elektroautos bauen. Krieg statt Klima ist zur Zeit angesagt.
Der Rüstungs-Boom könnte noch weiter gehen. Die NATO-Staaten pumpen Milliarden in Militär. Rheinmetall kassiert davon einen Großteil.knapp 17 Mrd. Euro Auftragsbestand, +25 Prozent zum Vorjahr. Dann gibt es da noch dieses Geheimprojekt F-35. In Weeze entsteht eine Fabrik für Rumpfteile des US-Kampfjets. Ein Milliarden-Deal, der ab 2026 durchstartet. Als wäre das noch nicht genug, sieht Morgan Stanley 2.000 Euro als Kursziel. Morningstar sogar 3.000 Euro bis 2030.
Chart-Check: Die 1.200-Euro-Grenze - alles oder nichts
Seit November 2024 jagt die Aktie beschleunigt und dann nochmals schneller seit Anfang des Jahres von einem Hoch zum nächsten. Doch im aktuellen Monat stottert der Motor. Der Chart verrät, worauf es jetzt ankommt:
1.200 Euro: Die magische Support-Linie. Hält der Kurs hier, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Bricht er darunter, droht der Fall auf 800 bis sogar 600 Euro.
1.400 Euro: Die nächste Hürde. Ein Durchbruch hier öffnet die Tür zu 1.800-2.000 Euro.
Dann ist da noch die 200-Tage-Linie: Bei ca. 1.030 Euro. Ein Crash durch die 1.200 und dann noch durch die 1.030 wäre ein absolutes Alarmsignal.
Dann wäre der Aufwärtstrend gekippt und könnte in einen länger laufenden Abwärtstrend münden. Die Aktie ist aktuell überkauft und auch charttechnisch überhitzt, aber noch nicht tot. Alles ist möglich. Eine Halbierung, genauso wie ein Anstieg Richtung 2.000 Euro.
Was tun? - Die Linien im Blick haben
Die Antwort hängt wie bei so vielen Investments, von Ihrer eigenen Risikobereitschaft ab:
- Bei über 1.400 Euro: könnte das Ziel 1.800-2.000 Euro betragen. Als mögliche Treiber gelten der F-35-Deals, EuroStoxx-50-Aufnahme, die schon im Juni erfolgen könnte
- Unter 1.200 Euro: ist Vorsicht angebracht, denn dann droht der Rutsch auf 800, im Extremfall sogar auf 600 Euro. Als Gründe hierfür könnten gescheiterte Großaufträge, Trump-Zölle oder ein Konjunktureinbruch dienen.
Die Fundamentaldaten stimmen bei Rheinmetall, die Politik pusht, aber kurzfristig ist die Luft dünn. Rheinmetall ist wie ein Panzer, träge, aber zerstörungsfähig.
Autor: Felix Goldbach, FinanzNachrichten-Redaktion
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