
Der finnisch-schwedische Forstkonzern verzeichnet einen deutlichen Wertverlust nach schwachen Quartalsergebnissen und reduzierter Jahresprognose.
Die Aktie der Stora Enso Oyj (STO) verzeichnete einen deutlichen Rückgang und schloss am Freitag bei 113,80 Euro, was einem Tagesverlust von 8,52 Prozent entspricht. In den vergangenen 30 Tagen hat das Papier bereits 16,57 Prozent an Wert eingebüßt. Der finnisch-schwedische Forstkonzern veröffentlichte am Donnerstag seine jüngsten Quartalsergebnisse, die unter den Markterwartungen lagen und entsprechende Reaktionen an den Börsen auslösten.
Stora Enso berichtete für das erste Quartal 2025 einen Umsatzrückgang von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn fiel mit 187 Millionen Euro ebenfalls geringer aus als von Analysten prognostiziert, die im Durchschnitt mit 215 Millionen Euro gerechnet hatten. Als Hauptgrund nannte das Management die anhaltend schwache Nachfrage in mehreren Kernmärkten, insbesondere im Bereich Verpackungsmaterialien und Holzprodukte.
Herausforderungen in den Kerngeschäftsbereichen
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Das Unternehmen kämpft aktuell mit erheblichen strukturellen Herausforderungen. Der Geschäftsbereich Papier, traditionell eine wichtige Einnahmequelle, leidet unter dem fortschreitenden Rückgang der Nachfrage nach Druckpapieren. Gleichzeitig belasten gestiegene Rohstoffkosten, insbesondere für Zellstoff und Energie, die Gewinnmargen in allen Segmenten. Diese Faktoren haben dazu beigetragen, dass die Aktie mittlerweile mehr als 34 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 173,20 Euro notiert, das erst Anfang Juni 2024 erreicht wurde.
Der Vorstand reagiert mit einem umfassenden Kostensenkungsprogramm, das Einsparungen von jährlich 150 Millionen Euro bis Ende 2026 vorsieht. Dazu gehören Stellenabbau in der Verwaltung sowie die Optimierung von Produktionskapazitäten. Besonders das Werk in Oulu, Finnland, steht auf dem Prüfstand, nachdem die dortige Papiermaschine bereits umgerüstet wurde, um mehr Verpackungsmaterial herzustellen.
Strategische Neuausrichtung und Zukunftsaussichten
Trotz der aktuellen Schwierigkeiten hält Stora Enso an seiner Strategie fest, das Geschäft mit erneuerbaren Verpackungen, Biomaterialien und nachhaltigen Bauprodukten auszubauen. Das Unternehmen investiert weiterhin in neue Technologien für biobasierte Materialien, die fossile Rohstoffe ersetzen können. Die jüngste Ankündigung einer Partnerschaft mit einem führenden Automobilhersteller zur Entwicklung leichtgewichtiger Holzverbundstoffe zeigt diese Richtung deutlich.
Die vorsichtige Jahresprognose des Managements, die nun ein organisches Wachstum von nur 1-2 Prozent vorsieht, hat jedoch zusätzlich zur negativen Kursentwicklung beigetragen. Das ist eine deutliche Revision gegenüber der zuvor kommunizierten Erwartung von 3-5 Prozent Wachstum. Die erhöhte Volatilität der Aktie - aktuell liegt die 30-Tage-Volatilität bei über 64 Prozent - spiegelt die Unsicherheit der Anleger über den weiteren Geschäftsverlauf wider.
Finanzanalysten haben in Reaktion auf die Quartalszahlen ihre Kursziele mehrheitlich nach unten angepasst. Sie sehen jedoch auch Potenzial für eine Erholung im zweiten Halbjahr 2025, sobald die Effekte des Kostensenkungsprogramms sichtbar werden und die Nachfrage in den wichtigen europäischen Märkten wieder anziehen könnte. Für langfristig orientierte Investoren bleibt die strategische Transformation hin zu erneuerbaren Materialien und Verpackungen ein möglicher Wachstumstreiber.
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